Assessment-Center – ein Projekt unter realen Bedingungen

Die ersten Erfahrungen mit der Berufswelt im Rahmen des Schülerbetriebspraktikums sind noch ganz frisch, da wurde es für neun SchülerInnen der Jahrgangsstufe 9 auch schon ernst.

Unter Leitung von Frau Schoofs (Personalabteilung) wurde am 19. Mai 2016  in den Räumen der Fa. Schaffrath medien ein typisches Auswahlverfahren simuliert.

4 Kandidaten hatten für ihren Traumberuf als Kosmetikerin, Kauffrau für Büromanagement, Finanzwirtin und Mediengestalter Bild und Ton eine komplette Bewerbungsmappe angefertigt und stellten sich nun einem Vorstellungsgespräch. Auch wenn die Nervosität zunächst groß war, konnten alle TeilnehmerInnen überzeugen. Wie kann man seine Schwächen positiv formulieren? Welche Fragen kann man zum Ende eines Vorstellungsgesprächs stellen? Wie beantwortet man Fragen nach schlechten Noten?….und vieles mehr. Das nachfolgende Feedback enthielt zahlreiche Tipps und Anregungen, wie man solche Klippen umschiffen kann war eine gute Vorbereitung auf den Ernstfall.

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Im nachfolgenden Partnerinterview hatten die TeilnehmerInnen nur 10 Minuten Zeit, um einen unbekannten Partner, d.h. einen Schüler aus der Parallelklasse, kennenzulernen und die für ein Auswahlverfahren interessanten Aspekte (Entstehung des Berufswunsches, Eignung, besondere Fähigkeiten, Stärken und Schwächen…) herauszufinden. Nach einer konzentrierten Befragung folgte in einer angenehmen und ruhigen Atmosphäre die Partnerpräsentation. Die aufmerksamen Zuhörer machten es dabei den Präsentierenden leicht.

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Organisieren Sie ein langes Wochenende zur Teambildung –  so lautete die Aufgabenstellung für die Gruppenübung. In ausgesprochen demokratischer, einem Brainstorming ähnelnder Weise, einigte man sich rasch auf das Motto „Runter vom Sofa“. Zwei Teilnehmerinnen ergriffen auch sogleich die Eddings und dokumentierten die Diskussion. Die Eifel als Ziel stand schnell fest, doch wo liegt die Eifel? An dieser Stelle sollten die Erdkundelehrer lieber weiterlesen. Die Frage konnte nicht eindeutig geklärt werden, also veränderte man die Rahmenbedingungen. Das Alter wurde einfach heraufgesetzt, so dass jeder Teilnehmer in Besitz eines Führerscheins und eines Autos war bzw. Fahrgemeinschaften gebildet werden konnten. Eine WhatsApp-Gruppe für die Einkaufsliste wurde kurzerhand ins Leben gerufen, wobei jeder entsprechend seinen Ernährungsgewohnheiten mitmachen konnte. Auch in puncto Freizeit war für jeden etwas dabei: Paddeln, Klettern Schwimmen, Grillen, Lagerfeuer sollten ein hohes Maß an Spontanität gewährleisten. Wenn nur das liebe Geld nicht wäre, denn die Kosten galt es ja auch zu kalkulieren. Doch warum ins Schwimmbad gehen und Eintritt zahlen, wenn man auch kostenlos im Waldsee schwimmen kann? 100 € pro TeilnehmerIn wurden letztendlich kalkuliert, wobei noch 50 € für den Notfall bleiben sollten. Aber in einem Punkt waren sich alle Teilnehmer einig. Mit Ausnahme eines Notfallhandys, sollten die geliebten Smartphones zuhause bleiben, schließlich wollte man Zeit gemeinsam verbringen und nicht allein am Handy sitzen.

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Ihr Organisationstalent mussten die SchülerInnen im Rahmen der Postkorbübung, einer typische Assessment-Übung, unter Beweis stellen. In nur 15 Minuten musste zunächst in Einzelarbeit ein Wochenplan mit vielfältigen Aufgaben erstellt werden. Lediglich die Schulzeit war festgelegt. Es galt Prioritäten zu setzen und zu bedenken, dass ein Tag nur 24 Stunden hat und jeder auch noch schlafen muss. Die Interviewpartner tauschten sich nachfolgend über ihre Planung aus und stellten Gemeinsamkeiten und Unterschiede in einer Präsentation vor. Das Ergebnis lässt sich in wenigen Worten zusammenfassen: Chaos trifft auf Organisation und Kompaktlerner treffen auf Häppchen- und Strategielerner. Damit die Freizeit nicht zu kurz kommt, musste die Mutter halt den Haushalt alleine machen – schließlich ist die das gewöhnt. Ins Kino gehen mit Freunden, kann man auch direkt nach der Schule. Die Eintrittspreise für die Mittagsvorstellung sind zudem günstiger. Zu den Vorhaben der besonderen Art, gehörte  sicherlich auch Einkauf mit kleinen Geschwistern.

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Zum Abschluss dieses langen Tages sollten die mitgebrachten Lieblingsgegenstände (Fossil-Uhr, Kuscheltier, Pferdefoto, Ballett-Schuhe, Schminkpinsel, Treckerzündschlüssel und Mouse) im Rahmen einer Verkaufsmesse präsentiert werden. Ein passender Werbeslogan und ein Werbeplakat sollten die anderen TeilnehmerInnen davon überzeugen, dass die Anschaffung des betreffenden Gegenstandes unbedingt erforderlich ist. Ein Ziel, dass von allen SchülerInnen mit viel  Engagement erreicht wurde.

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Die Erläuterungen und umfangreichen Tipps, die nach jeder Aufgabenstellung erfolgten, insbesondere bei den Bewerbungsgesprächen und -unterlagen, wurden von allen TeilnehmerInnen als hilfreich empfunden. Die an diesem Tag gemachten Erfahrungen geben bei zukünftigen Bewerbungsverfahren die erforderliche Sicherheit um sich von Mitbewerbern positiv abzusetzen.

Das Projekt „Auswahlverfahren“ im Rahmen der Lernpartnerschaft mit der Fa. Schaffrath medien ist ein wichtiger Baustein der Berufswahlorientierung der Realschule An der Fleuth. Dabei kommt Frau Schoofs ein besonderer Dank zu, die sich wiederum viel Zeit für diesen Tag genommen hat. Für diese gute Zusammenarbeit möchte ich mich an dieser Stelle ausdrücklich bedanken.

 

Susanne Schmidt (Berufswahlkoordinatorin RSAdF)

Was kommt nach der Schule?

Was kommt nach der Schule?

Das Ende der Realschule ist für die 10er Klassen absehbar, aber wie es konkret weitergehen soll, davon haben viele SchülerInnen noch keine konkreten Vorstellungen. Zwar sollte der spätere Beruf Spaß machen, gut bezahlt werden und möglichst „sicher“ sein. Doch fragt man nach ihrem angestrebten Berufsziel, fühlen sich viele SchülerInnen mit der Berufswahl überfordert. Häufig lautet die Antwort: „Ich gehe weiter zur Schule“, doch schon bei der Nachfrage, welcher schulische Schwerpunkt gesetzt werden soll, müssen viele passen.

Um den Betroffenen ein Stück ihrer Unsicherheit zu nehmen, erhielten SchülerInnen der Realschule An der Fleuth am Berufskolleg Geldern im Rahmen der Initiative „Zukunft durch Innovation“ (zdi) der Hochschule Rhein-Waal die Möglichkeit in verschiedene Berufsfelder  hineinzuschnuppern. Im Vorfeld konnten sich die InteressentInnen für die Workshops Metalltechnik, KFZ-Technik und Elektrotechnik entscheiden.

Statt trockener Theorie stand am 25. November 2015 von Beginn an die Praxis im Mittelpunkt des Projekttages.  Während im Bereich Elektrotechnik nach einer kurzen theoretischen Einführung mittels bereitgestellter Schraubendreher und Klemmen eine Wechselschaltung, wie man sie in jedem Haushalt vorfindet, installiert werden sollte, galt es im Bereich Metalltechnik Schritt für Schritt einen zweifarbigen Bilderrahmen anzufertigen. So kurz vor Weihnachten noch ein selbstgefertigtes Geschenk herzustellen, war eine willkommene Herausforderung. Welche Anforderungen an einen KFZ-Mechatroniker gestellt werden, vom einfachen Reifenwechsel bis zum Zerlegen eines Motors, davon konnten sich die TeilnehmerInnen im Workshop KFZ-Technik ein Bild machen.

Nach dem 5-stündigen Schnupper-Workshop waren sich alle SchülerInnen einig, der Tag hatte nicht nur Spaß gemacht, sondern einen wichtigen, praxisnahen Einblick in ihre berufliche Zukunft ermöglicht.

Susanne Schmidt

 

 

Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)

Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)

ist ein Landesvorhaben, mit dem Nordrhein-Westfalen allen SchülerInnen einen erfolgreichen Einstieg in die berufliche Ausbildung ermöglichen will. Zu diesem Zweck wurde ein einheitliches Übergangssystem Schule-Beruf eingeführt, dem verbindliche Standartelemente der Berufs- und Studienorientierung zugrunde liegen.

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Den Auftakt für die Auseinandersetzung mit der Berufswelt bildet an der Realschule An der Fleuth in der Jahrgangsstufe 8 die Potentialanalyse.

Die Durchführung in diesem Schuljahr erfolgte vom 9. bis 11. November durch den Bildungsträger INTEGRA. Die Teilnahme war freiwillig. Das Interesse war so groß, dass für die 68 vorgesehenen Plätze 70 Bewerbungen eingingen. Durch die Bereitstellung von zwei zusätzlichen Plätzen konnte jedoch ein Losverfahren umgangen werden.

Gemäß den Vorgaben der „Düsseldorfer Potentialanalyse“ werden im Verlauf einer 1-tägigen Veranstaltung (in der Zeit von 8.30 – 15 Uhr) zunächst die Interessen der SchülerInnen im Rahmen eines Fragebogens ermittelt. Der in 6 berufliche Interessenbereiche gegliederte Selbsteinschätzungsbogen, lässt sich den 16 Berufsfeldern der Bundesagentur für Arbeit zuordnen. Das Verfahren der Potentialanalyse umfasst 6 handlungsorientierte Übungen, anhand derer soziale, personale, methodische und fachliche Kompetenzen zugeordnet werden können.

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Bei den verschiedenen Übungen wurden die TeilnehmerInnen in Gruppen zu je vier SchülerInnen eingeteilt, die von 8 Beobachtern beobachtet und beurteilt wurden. Die Ergebnisse der Selbsteinschätzungen wurden abschließend mit den Beobachtungsergebnissen abgeglichen. Sie bildeten die Grundlage für die nachfolgenden, ca. 20-minütigen, individuellen Auswertungsgespräche. Diese erfolgten in der Zeit vom 14. bis 17. Dezember in den Räumen der INTEGRA. Dabei wurde auf die Anwesenheit der Erziehungsberechtigten großen Wert gelegt, um sie möglichst frühzeitig in den Prozess der Berufsorientierung einzubinden.

Darüberhinaus erhielten die SchülerInnen eine schriftliche Dokumentation der Auswertung. Bei der Auswahl eines geeigneten Praktikumsberufes im kommenden Schuljahr, bieten die Ergebnisse der Potentialanalyse eine wichtige Grundlage. Sie unterstützen die schulische Laufbahnberatung ebenso wie die Beratung durch die Bundesagentur für Arbeit.

Als ein weiteres Standartelement zur Vorbereitung auf das Schülerbetriebspraktikum wird sich im April die Berufsfelderkundung anschließen. Hierbei sollen die SchülerInnen in drei Berufsfeldern praxisnah berufliche Tätigkeiten kennen lernen. SchülerInnen, die nicht an dieser Maßnahme teilnehmen, werden zeitgleich ein berufsorientiertes Alternativprogramm absolvieren, welches u.a. Betriebsbesichtigungen, Berufskunde und ein „Benimm ist in „-Training beinhalten wird.

Susanne Schmidt

 

Realschulabschluss – was dann?

Realschulabschluss – was dann?

Diese Frage stellen sich viele 10er Schüler. Wenn eine Ausbildung noch nicht in Frage kommt, dann halt weiterführende Schule, doch in welchem Bereich?

Diese Unsicherheit zum Anlass nehmend, fanden im Rahmen einer MINT-BO-Maßnahme im Berufskolleg Geldern „Schnupper“-Workshops in verschiedenen Berufsfeldern statt.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung galt es, das handwerkliche Geschick unter Beweis zu stellen. Im Bereich Elektrotechnik sollte eine Wechselschaltung, wie sie in jedem Haushalt zu finden ist, installiert werden.

Die KFZ-Technik forderte verschiedene Aufgaben von den SchülerInnen. So musste ein Reifenwechsel durchgeführt, die Elektrik eines Autos an einer Leibold-Tafel nachgestellt, und zu guter letzt Kolben und Zylinderkopf an einem Motor ausgebaut werden.

Die SchülerInnen, die sich für das Berufsfeld Metalltechnik interessierten, wurden zunächst in die grundlegenden Fertigkeiten des Körnens und Bohrens eingeführt, bevor sie selbst Hand anlegten und Ablageschalen für Stifte herstellten.

Alle TeilnehmerInnen waren von den Schnupper-Workshops am Berufskolleg begeistert. Hatten sie doch die Möglichkeit einen praktischen Einblick in ihren „Traumberuf“, und damit eine erste Orientierung für ihre weitere berufliche Entwicklung zu erhalten.

Susanne Schmidt

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Schülerkommentare zum Auswahlverfahren

Schülerkommentare zum Auswahlverfahren (s. Bricht vom 2. Juni)

Ich finde, es ist eine gute Idee, Schülern zu zeigen, wie ein Vorstellungsgespräch verläuft. Ich glaube, dass jetzt alle ein bisschen weniger Angst haben werden, wenn wir in ein Vorstellungsgespräch müssen. Ich finde die anderen Aufgaben, die Diskussion und die Vorstellung unserer Lieblingsgegenstände auch sehr gut, wie es Sachen sind, die wir später vielleicht auch einmal machen müssen. (Peter St.)

Der Tag bei Schaffrath hat uns ein paar Einblicke in ein Bewerbungsverfahren gegeben. Ich fand es sehr gut, das getestet wurde, wie gut wir etwas planen oder auch vorstellen können. Auch wenn es teilweise nicht ganz ernst genommen wurde. (Mario W.)

Ich fand den Tag wichtig, weil ich viel über Vorstellungsgespräche gelernt habe. Mir wurde einiges an Unsicherheit genommen, weil ich jetzt weiß, wie es abläuft und was mich ungefähr erwartet. Die Aufgaben waren gut und haben Spaß gemacht. (Mike J.)

Ich fand dieses Vorstellungsgespräch als Übung und einen weiteren Schritt aus der Schule heraus. Jetzt habe ich es einmal geübt und habe vielleicht sogar ein paar Vorteile bei einem richtigen Vorstellungsgespräch. Meiner Meinung nach ist dieser Tag eine sehr gute Vorbereitung auf das spätere Berufsleben. Außerdem fan ich gut, dass wir nicht nur Vorstellungsgespräche geübt haben, sondern auch Andere. (Alexander K.)

Traumberuf?

117 SchülerInnen der Jahrgangsstufe 9 hatten in der Zeit vom 10. bis 28. März 2014 die Möglichkeit im Verlauf eines Schülerbetriebspraktikums ihren Traumberuf zu erkunden und erste Erfahrungen in der Berufswelt zu sammeln.

Ihre Eindrücke von der betrieblichen Wirklichkeit und die in den verschiedenen Berufsfeldern vermittelten Kenntnisse wurden von den SchülerInnen im Rahmen einer Ausstellung festgehalten. Viele haben ihre Vorstellungen vertieft, andere wiederum sehen ihren Traumberuf in einem neuen Licht. So oder so, in jedem Fall hat das Schülerbetriebspraktikum einen wichtigen Beitrag zur Berufswahl leisten können. Die mit viel Engagement erstellen Plakate sollen den 8er Klassen „Lust“ auf ihre Praktikumszeit im kommenden Schuljahr machen.

10er3 (800x531) 10er5 (800x531) 10er2 10er1SchülerInnen der Jahrgangsstufe 9 hatten in der Zeit vom 10. bis 28. März 2014 die Möglichkeit im Verlauf eines Schülerbetriebspraktikums ihren Traumberuf zu erkunden und erste Erfahrungen in der Berufswelt zu sammeln.

Ihre Eindrücke von der betrieblichen Wirklichkeit und die in den verschiedenen Berufsfeldern vermittelten Kenntnisse wurden von den SchülerInnen im Rahmen einer Ausstellung festgehalten. Viele haben ihre Vorstellungen vertieft, andere wiederum sehen ihren Traumberuf in einem neuen Licht. So oder so, in jedem Fall hat das Schülerbetriebspraktikum einen wichtigen Beitrag zur Berufswahl leisten können. Die mit viel Engagement erstellen Plakate sollen den 8er Klassen „Lust“ auf ihre Praktikumszeit im kommenden Schuljahr machen.