„HAUSALARM“ in Köln

Nachdem die Schulband „HAUSALARM“ in diesem Schuljahr einige Konzerte gegeben hatte, hat sie sich mit einem Ausflug nach Köln belohnt.

„HAUSALARM“ hat im Dezember einen Mitsingabend in Issum im Bürgersaal bestritten, dazu hatten sich die Musiker 25 Musikstücke angeeignet, die sie singen und spielen konnten.

Am 4. März haben sie auf einem 60. Geburtstag gespielt – das „Geburtstagskind“, der Vater eines ehemaligen Schülers, erinnerte sich gerne an die Schulband und fragte nach, ob sie das machen würde, was die Musiker gerne bejahten.

Am 16.03.2018 spielte „HAUSALARM“ im Forum der Schule und begeisterte das Publikum mit den musikalischen Beiträgen, insbesondere mit dem Schlagzeugsolo der drei Schlagzeuger Marc Tebart, Joschua Post und Rüdiger Germer. Aber auch die Sängerinnen und Sänger (Jeanette Milde, Sina van Bergen, Irina Ring und Bart Jason Franken) und der Bassist Maurice Hainke und der Gitarrist Daniel Platen wussten zu überzeugen.

Dazu haben die Musiker noch zwei „unplugged“-Konzerte gegeben: Zum einen wurde bei THW in Geldern ein Konzert von ca. 30 Minuten in der großen Halle gespielt und auf dem Geburtstag der Kunstlehrerin Frau Schaffers hat die Band ebenfalls die Gäste musikalisch unterhalten.

So war es mehr als gerecht, dass sich die Schüler einen Tag frei genommen haben, um in Köln einen Musikladen der Extraklasse zu besuchen. Natürlich durften auch ein Besuch der Deutzer Brücke und des Doms nicht fehlen. Begleitet wurde die Truppe unter der Leitung von Rüdiger Germer von einer Mutter, Frau Hainke, die dann auch noch mit den Sängerinnen in Köln eine Shopping-Tour unternahm. Alles in allem war es ein super Ausflug, der die Stimmung innerhalb der Band gefördert hat!

Das vorerst letzte Konzert der Saison spielte „HAUSALARM“ bei der Entlassfeier der 10. Klasse in der Aula des LMG.

R.G.

Berufsorientierung im Praxistest

Der derzeitige Jahrgang der Klasse 9 ist der erste, der im Rahmen des NRW-Projektes KAoA – Kein Anschluss ohne Abschluss – die Standardelemente Potenzialanlayse und Berufsfelderkundungen in Klasse 8 durchlaufen und nun das Schülerbetriebspraktikum absolviert hat.

Sechs Klassen mit insgesamt  161 SchülerInnen haben nach intensiver Vorbereitung, in der Zeit vom 23. April bis 9. Mai 2018, die betriebliche Wirklichkeit und die Anforderungen der Berufswelt mit ihren eigenen Vorstellungen vom Traumberuf und ihren Fähigkeiten vergleichen können.

Die Ergebnisse wurden in einer umfangreichen Praktikumsmappe zusammengefasst und reflektiert.

Bei vielen SchülerInnen fiel diese Bilanz positiv aus, manchen PraktikantInnen wurde sogar ein Ausbildungsplatz nach dem Abschluss der Realschule An der Fleuth im Sommer 2019 in Aussicht gestellt. Wieder andere müssen sich anderweitig orientieren, einen Plan B erproben, hier empfiehlt sich ein freiwilliges Praktikum in den Ferien. Auch unter diesem Aspekt wird die Bedeutung des Schülerbetriebspraktikums deutlich: Es ist die einzige Möglichkeit im Verlauf der Schulzeit über einen längeren Zeitraum einen intensiven realistischen Einblick in einen ausgewählten Beruf zu erhalten.

Die Erkenntnisse zu den Sonnen- und Schattenseiten des jeweiligen Berufs wurden in Form einer kleinen Ausstellung dokumentiert. Die angefertigten Plakate sollen den diesjährigen Achtklässlern, die im April ihre Berufsfelderkundungen absolviert haben, helfen eine gut durchdachte  Entscheidung für ihr Praktikum in kommenden Jahr zu treffen.

Die Möglichkeit durch unsere Berufsberaterinnen eine zusätzlich angebotene Beratung in Anspruch zu nehmen soll den SchülerInnen eine weitere Unterstützung bieten. Von diesem Angebot haben 61 SchülerInnen Gebrauch gemacht.

Um eine koordinierte Übergangsgestaltung zu ermöglichen, werden die SchülerInnen der Jahrgangsstufe 9 im Rahmen eines Beratungsgespräches, alle bis dahin vorliegenden Erkenntnisse aus der Berufsorientierung reflektieren. Um eine realistische Anschlussperspektive zu entwickeln, ist es wichtig, konkrete weiterführende Schritte zu überlegen. Das Ergebnis dieser individuellen Beratung wird in der Anschlussvereinbarung dokumentiert.

Mit vielfältigen Angeboten der Berufsorientierung unterstützt die Realschule An der Fleuth ihre SchülerInnen bei der Entwicklung einer zielgerichteten Berufsperspektive.

 

Susanne Schmidt

Citylauf in Geldern

Beim 10. Gelderner Citylauf, der am 12. Mai 2018 vom GSV Geldern veranstaltet wurde, waren beim Schülerlauf 145 Jungen und Mädchen am Start. 21 von ihnen kamen von der Realschule An der Fleuth. Die „Fünfer“ und die „Sechser“, von denen viele nicht zum ersten Mal liefen, waren besonders stark vertreten.

Um 16:20 Uhr machte sich die Schülergruppe vom Marktplatz aus auf die 2 Kilometer lange Laufstrecke durch die Gelderner Innenstadt. Michel Koenen (6e), Marius Boßmann (6e) und Nils Cox (6a)belegten die Plätze 4, 7 und 8 im gesamten Läuferfeld ihrer Altersklasse. Sie kamen bereits nach 8:44min, 8:46min und 8:48min ins Ziel. Den 3. Platz in seiner Altersklasse belegte der „Fleuth-Schüler“ Fabian Opschroef (7a) in einer Zeit von 9:56 min. Er durfte sich auf dem Siegerpodest ehren lassen. Auch Antonya Holthausen (5c) und Kevin Kapobel (7a)gehörten mit den Platzierungen 4 und 5 in der Zeit von 9:40min und 11:57min zu den bestplatzierten Schülerinnen und Schülern der „Fleuth-Schülerschaft“. Nicht so eilig hatten es die vier 10-jährigen Mädchen Nele Ludwig, Maria Stöpp, Paulina Ihde und Joyce Brings (alle 5c-Schülerinnen) gehabt. Freudestrahlend und Hand in Hand liefen sie nach gut 16 Minuten ins Ziel ein. Sie hatten sich auch kurzentschlossen noch nach dem Anmeldeschluss für die Schulen beim GSV Geldern melden lassen.

Am Montag war der Citylauf in vielen Klassen an der RSAdF Gesprächsthema Nummer 1, und mehr als ein Mal war zu hören: Im nächsten Jahr mache ich auch mit!

 

Frühjahrsputz rund um unsere Schule

Das Thema „Müll“ steht im Lehrplan unseres Politik- und Erdkundeunterrichtes.

Die Ausstellung der Kreis Klever Abfallwirtschaft, mit dem Thema „Verwenden statt Verschwenden“ bot hier eine hilfreiche  Veranschaulichung der weltweiten Umweltprobleme und deren Lösungen. Kompetent und interessant vermittelte Frau Kannenberg von der Klever Abfallwirtschaft den Schülern und Schülerinnen die Problematik rund um den Müll.

Was hat ein vergammeltes Brot mit dem Abholzen des Regenwaldes zu tun? Diese und andere interessante Fragestellungen erarbeiteten die Schüler anhand der verschiedenen Plakate.

Nach der Theorie folgte die Praxis.

Ausgerüstet mit Müllsäcken, zwei Bollerwagen, Handschuhen und Greifzangen zogen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d los, den Müll rund um unsere Schule aufzusammeln.

Über 20 kg Müll haben die Schüler in nur zwei Unterrichtsstunden aufgesammelt.

Neben Glasflaschen und Papierresten waren es vor allem auch Plastiktüten, Tetrapacks und Zigarettenstummel, die achtlos in die Natur geworfen wurden.

Hohe Busgelder, mehr Mülleimer und Schilder, die auf die Folgen des Umweltverschmutzens hinweisen, waren Vorschläge der Schüler, wie man dem Müllproblem in der Natur abhelfen könnte.

                                                                                                                        Elke Linssen

 

Lebenspraktisches Training der besonderen Art

Und was kommt nach der Schule? – Lebenspraktisches Training der besonderen Art

Bei zurzeit 350 Ausbildungsberufen wird die Wahl des Traumberufs oftmals zur Qual. Um diese wichtige Entscheidung noch ein wenig hinauszuschieben, wählen manche SchülerInnen lieber den Besuch einer weiterführenden Schule. Die zahlreichen Möglichkeiten sich nach einer dualen Ausbildung weiterzuqualifizieren und in Führungspostionen aufzusteigen bzw. in die Selbstständigkeit einzusteigen, sind leider viel zu selten bekannt.

Um dem entgegenzuwirken, wurden die Ausbildungsbotschafter der IHK vom Schul- und Kursleiter, Herrn Schönherr in den WPU-Kurs „Lebenspraktisches Training“ der Jahrgangsstufe 10 eingeladen.

Nach einer kurzen Einführung durch die Koordinatorin dieses IHK-Projektes, Frau Münzberger, präsentierten drei Auszubildende ihre persönlichen Erfahrungen in ihrer Ausbildung und ihrem Beruf als Einzelhandelskauffrau im Rahmen des Abiturientenprogramms bei Kaufland und Bankkauffrau bei der Volksbank an der Niers. Die sehr lebhaften Power-Point-Präsentationen, verdeutlichten sehr authentisch, dass man eine Ausbildung nicht immer so einfach „wuppen“ kann, sondern dass der Arbeitsalltag viel Einsatz erfordert. Da kommt es auch vor, dass man als Einzelhandelskauffrau morgens um 3 Uhr aufstehen muss, damit die Kunden zur Öffnungszeit auch ein ordentlich dargebotenes, vollständiges Warenangebot präsentiert bekommen. Zu den Schattenseiten gehört ferner, dass man auch am Samstag und zu Zeiten während andere feiern, arbeiten muss. Die Tätigkeiten sind körperlich anstrengend und beinhalten auch stupides Palettenpacken und putzen. Dafür ist immer wieder Action. Einer für alle und alle für einen, so kann man wohl das Engagement bei Kaufland umschreiben. Auch wenn jeder Mitarbeiter und Azubi für seinen Bereich zuständig ist, versteht es sich von selbst, dass jeder aushilft, wenn Hilfe z.B. beim Einräumen der Waren in anderen Abteilungen erforderlich ist.

Dass den angehenden Bankkauffrauen nicht nur das „Verkaufen“ ihrer Finanzprodukte wichtig ist, sondern vielmehr die individuelle Situation eines jeden Bankkunden im Vordergrund steht. Der Wunsch, durch diese Beratung bei der Umsetzung persönlicher Träume zu helfen, wurde in den Vorträgen deutlich. Um in der Kundenberatung die erforderliche Vertrauensbasis aufzubauen, müssen Auszubildende kontaktfreudig sein, respektvoll im Umgang mit andern, sehr zuverlässig und sorgfältig in ihrer Arbeitsweise.

Bei beiden Ausbildungsberufen steht Teamwork im Mittelpunkt. So wird schon während der Ausbildung im Rahmen von gemeinsamen Events, der Zusammenhalt gefördert.

Der geringe Altersunterschied zwischen den SchülerInnen und den Auszubildenden ermöglichte eine Gesprächsatmosphäre auf Augenhöhe, in der es leichter fiel, Fragen zu stellen, bei denen auch über die Verdienstmöglichkeiten gesprochen wurde. Neben den fachlichen Aspekten der Ausbildung waren aber auch die individuellen Geschichten, wie die Auszubilden zu ihrem Beruf gekommen sind, für die SchülerInnen interessant. Manches Mal muss man Umwege gehen, um zu seinem persönlichen Traumberuf zu kommen. Doch wer ein Ziel vor Augen hat, der wird auch die anstrengenden Momente in Ausbildung und Beruf stemmen.

Der sehr kurzweilige Nachmittag hat nach Ansicht aller Beteiligten dazu beigetragen, die SchülerInnen für die Chancen und Möglichkeiten einer dualen Ausbildung zu begeistern und deren Berufsorientierungsprozess zu unterstützen. Angesichts dieser positiven Erfahrung werden Ausbildungsbotschafter zukünftig zu Beginn der Jahrgangstufe 10 in die Realschule An der Fleuth eingeladen und in das bestehende Berufswahlkonzept als fester Bestandteil aufgenommen.

Susanne Schmidt

Praktischer Erdkundeunterricht

Praktischer Erdkundeunterricht der Klasse 5d beim Veerter Heimat- und Verschönerungsverein

„Ein Dorf verändert sich“ lautete das Thema des Erdkundeunterrichtes.

Statt unbekannte Dörfer aus dem Erdkundebuch zu besprechen, hatten die Schüler und Schülerinnen der Klasse 5d das große Glück, Zeitzeugen des Veerter Heimat- und Verschönerungsvereins mit authentischen Berichten über das Dorfleben vor vielen Jahren, zu erleben. Bei kaltem, aber sonnigem Wetter machte sich die Klasse 5d mit ihrer Klassenlehrerin auf den Weg, die Veerter Heimatstube zu besuchen.

Mit viel Hingabe und umfangreichen Recherchen berichteten Franz Kubon und Franz Josef Spolders über die Entwicklung und Veränderung ihres Dorfes. Die Schüler erfuhren unter anderem, dass Veert schon seit 710 Jahren besteht und die heutige Einwohnerzahl aufgrund der vielen Neubaugebiete, zweieinhalbmal so hoch ist wie 1960.

Einkaufsmöglichkeiten, so wie die Schüler sie heute kennen, gab es damals nicht. Man war Selbstversorger. Die Bedeutung der Nachbarschaften und das Vereinsleben hatten einen anderen Stellenwert als heute. Begeistert hörten die Schüler und Schülerinnen den Vortragenden zu und stellten viele Fragen.

Ein weiterer Höhepunkt des Vormittages war der Vortrag des ehemaligen Landwirtes, Franz Allofs. Er berichtete vom Strukturwandel in Landwirtschaft und Gartenbau. Während es 1931 in Veert 55 Bauernhöfe gab, waren es 2005 noch sechs und aktuell sind es nur noch drei Höfe. Weiterhin erfuhren die Schüler wie früher der harte Arbeitstag eines Landwirtes aussah. Franz Allofs erzählt heute noch mit einer so großen Begeisterung über seinen Beruf, dass man auch den Schülern wünscht, später einen Beruf zu finden, den sie mit einer solchen Freude ausüben wie Bauer Allofs es getan hat. Rückblickend auf sein Leben würde er alles genauso wieder tun, mit einer Ausnahme: Er würde Englisch lernen! Auch ein Landwirt sollte Englisch können und legte allen Kindern ans Herz, diese Sprache gut zu lernen.

Es war insgesamt ein sehr informativer Austausch zwischen Jung und Alt. Am Ende waren sich alle Schülerinnen und Schüler einig: „Was wir an diesem Tag gelernt haben, bleibt haften.“

                                                                                                                               Elke Linssen

Übung für den Ernstfall

Es wird ernst. Die Zeit an der Realschule An der Fleuth neigt sich für die SchülerInnen der Klasse 10 dem Ende entgegen und damit beginnt die Suche nach einem Ausbildungsplatz .

Was kann in einem Bewerbungsverfahren auf mich zukommen? Was wird dabei von mir erwartet? Wie kann ich mich darauf vorbereiteten? All diese Fragen waren Bestandteil des Projektes „Auswahlverfahren“ im Rahmen der Lernpartnerschaft mit der Fa. Schaffrathmedien, an dem je zwei SchülerInnen der Jahrgangsstufe 10 am 22. Februar 2018 teilnehmen konnten. Unter der Leitung von Frau Schoofs (Personalabteilung) durchliefen die TeilnehmerInnen, in den Räumen der Fa. Schaffrathmedien, Übungen die für ein Assessement-Center typisch sind.

Der Projekttag begann mit dem Vorstellungsgespräch. Dazu hatte zuvor je ein „Bewerber“ aus jeder Klasse seine vollständigen Bewerbungsunterlagen für seinen Traumberuf eingereicht.

Ob Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, Beamtin im nicht-technischen Zolldienst, Bankkauffrau, Tiermedizinische Fachangestellte oder Verwaltungsfachangestellter, alle BewerberInnen waren gut über das jeweilige Berufsbild informiert. Sie konnten auf ihre Erfahrungen im Schülerbetriebspraktikum in Klasse 9 zurückgreifen und ihre Motivation gut vermitteln. Die Durchführung dieser fünf Vorstellungsgespräche war zeitintensiv und für die sehr interessierten SchülerInnen ausgesprochen informativ. So wurden wichtige Hinweise bezüglich geeigneter Formulierungen, Tipps zur Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch und Ausbildungsmöglichkeiten gegeben.

Im nachfolgenden Partnerinterview, bei dem jedem ein klassenfremder Schüler zugeordnet wurde, galt es innerhalb von 15 Minuten, wichtige berufsbezogene Informationen (z.B. Gründe für den Berufswunsch, erforderliche Soft-Skills, berufliche Ziele….) zu erfragen. Im Vordergrund dieser Übung stand die Kommunikationsfähigkeit. Dabei stellten einige Partner sehr schnell gemeinsame Freizeitinteressen wie Schützen und Kampfsportler fest. Während die Neigungen der Jungen überwiegend im Bereich Informatik angesiedelt waren, erwiesen sich die Mädchen in jedem angestrebten Berufsfeld als ausgesprochen zielstrebig. Die abschließenden Präsentationen vollzogen sich in sehr angenehmer Atmosphäre, wobei jeder jedem aufmerksam zuhörte.

Dieses „Aufwärmprogramm“ war eine gute Voraussetzung für die sich anschließende Gruppendiskussion. Die TeilnehmerInnen sahen sich in der Rolle der Auszubildenden im 1. Ausbildungsjahr wieder. Sie hatten die Aufgabe für die Auszubildenden des 2. Jahres, die soeben ihre Zwischenprüfung erfolgreich abgeschlossen hatten, eine kleine Feier zu organisieren. Dabei mussten u.a. die Örtlichkeiten, das Programm und die Bewirtung im Rahmen des Budgets von 250 € geplant werden. Die Herangehensweise an diesen Arbeitsauftrag wurde zunächst strickt durchorganisiert und ließ vermuten, dass die TeilnehmerInnen schon vor dem gesetzten Zeitrahmen von 25 Minuten mit ihrer Planung fertig würden.

Durch Handzeichen erfolgte zunächst die Aufgabenverteilung, die einzelnen Diskussionspunkte wurden per Abstimmung entschieden, dabei musste der Punkt „Mottofindung“ gleich zweimal überarbeitet werden. Zunächst einigte man sich auf eine Kostümparty, das geht schließlich immer. Auf Nachfrage, wann denn Zwischenprüfungen in der Regel stattfänden, stellte sich heraus, dass kurz zuvor Karneval war. Einerseits ließen sich die Karnevalskostüme wiederverwenden, andererseits sollte die Feier doch etwas festlicher sein, so dass wohl das kleine Schwarze und der Anzug passender wären. Doch ein zweites Motto wurde schnell gefunden: „Die Hälfte ist geschafft!“. Stattfinden sollte das Ereignis in den Räumlichkeiten der Fa. Schaffrath medien. Zum Thema Bewirtung einigte man sich schnell auf Servierplatten mit Fingerfood im Kostenrahmen von ca. 30 €. Unbedingtes Muss war der Schokobrunnen. Als Leihgabe würden keine Kosten entstehen, das eingesparte Geld konnte man dann besser in die Schokolade investieren. Die Diskussion rund ums Essen führte dann schnell zur Anfangszeit. Der Empfang wurde auf 18.30 Uhr terminiert und sollte mit einer Begrüßungsrede beginnen, gefolgt von der Hauptfeier ab 19 Uhr. Angesichts der Tatsache, dass die Auszubildenden im 2. Jahr zwischen 18 und 20 Jahre sind, musste man auf Hochprozentiges verzichten. Somit war klar, dass Bier in einem Fass gekauft werden sollte. Schließlich hat man ja die Brauerei in der Nähe. Dazu noch Cola und Limo, das geht immer. Doch was ist eine Feier ohne Musik? Ein Teilnehmer wollte das erforderliche Equipment zur Verfügung stellen. Eine Tanzfläche wurde auch sehr schnell ausgeguckt. Damit blieb noch die Frage nach der Deko. In jedem Falle sollten es weiße Tischdecken sein, die man anschließend wegwerfen konnte. Das Ganze dann dekoriert mit weißen Vasen und blauen Blumen und abgerundet mit Luftballons. Die Feier sollte dann mit einer Abschlussrede zu einem erfolgreichen Ende gebracht werden. Auch diese Gruppendiskussion verlief in sehr angenehmer Gesprächsatmosphäre, bei der jeder Teilnehmer seine Ideen einbringen konnte.

Abschließend wurde den SchülerInnen die Intention einer solchen Übung erläutert, die in Abhängigkeit der zu besetzenden Position unterschiedliche Persönlichkeitstypen favorisiert.

Der nächste Programmpunkt war die, für ein Assessment-Center typische Postkorbübung. Hier ging es darum, innerhalb von nur 20 Minuten ein strammes Schulwochenprogramm durchzuplanen. Neben den Vorbereitungen auf Deutsch- und Mathearbeiten, Vokabeltests bzw. Überarbeitungen von Biologie-Heftern, mussten die Familienfeier bei Oma und die Geburtstagsfete des besten Freundes berücksichtigt werden. Auch der Sport sollte nicht zu kurz kommen. Dann waren da noch die familiären Verpflichtungen wie Rasenmähen, Autowaschen, auf die Geschwister aufpassen und Besorgungen machen. Da musste jeder Prioritäten setzen.

Die meisten TeilnehmerInnen gehörten zu den Langschläfern, die das Wochenende langsam angehen lassen wollten. In der Folge musste dann so manche Lern-Kompakteinheit am Samstag eingeschoben werden. Auch das abendliche Lernen erfreute sich großer Beliebtheit, wohl in der Hoffnung im Vokabeltest am folgenden Tag vom Kurzzeitgedächtnis profitieren zu können. Die morgendliche Busfahrt eignet sich übrigens hervorragend zum Lesen der Deutschlektüre.

Frühaufsteher hingegen konnten sich die Lerneinheiten in kleine Häppchen aufteilen, wobei auch aktive Lernpausen eingeplant wurden, in denen man den Rasen mähen konnte. Mit der Idee, am Samstagmorgen um 7 Uhr den Rasen zu mähen, wird man sich bestimmt nicht viele Freunde in der Nachbarschaft machen. Doch ob Lerche oder Nachtigall, alle SchülerInnen zeigten bei dieser Übung, dass sie in der Lage waren, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, Prioritäten zu setzen und waren sich darin einig: Freunde sind wichtiger als Kino oder Training!

Nach dem Motto „Bewegung macht müde“ planten einige TeilnehmerInnen ihre zu betreuenden kleinen Geschwister beim Einkaufen mitzunehmen. In diesen Fällen wird die Quengelzone vor der Kasse sicher zur großen Herausforderung! Andere wiederum griffen zur Universallösung, dem Fernseher, um die Ruhe zu einer weiteren Lerneinheit nutzen zu können.

Den Abschluss bildete eine Einzelpräsentation. Die SchülerInnen hatten zu diesem Zweck einen Lieblingsgegenstand mitgebracht, der auf einer Messe vorgestellt werden sollte. Es galt einen passenden Werbeslogan und überzeugende Argumente zu finden mit dem mögliche Kunden zum Kauf animiert werden. Neben Halsketten und Uhren, wurden Hufeisen, Handy, Kopfhörer, ein Kartenspiel und ein Seifenspender-to-go angepriesen und mit viel Überzeugungskraft dargeboten.

In der Feedback-Runde zum Ende dieses Projekttages waren sich alle SchülerInnen einig, dass sie nun wissen, was in einem Bewerbungsverfahren auf sie zukommt, was dort von ihnen erwartet wird und wie sie sich darauf vorbereiten können. Auch wenn einige TeilnehmerInnen nach dem Abschluss an der Realschule An der Fleuth zunächst eine weiterführende Schule besuchen werden, ein Bewerbungsverfahren wird auch auf sie irgendwann einmal zukommen. Insofern war dieser Tat eine gute Übung für den Ernstfall.

Susanne Schmidt

Mädchen können Technik?

Mädchen in Technik ist ein Projektangebot des Berufskollegs Geldern, dass im Rahmen der Initiative Zukunft durch Innovation (zdi) der Hochschule Rhein-Waal das Bewusstsein für MINT-Berufe und Fächer fördert. Wie in jedem Jahr, stellte die Realschule An der Fleuth mit 27 Schülerinnen wieder das Gros der Teilnehmerinnen.

Die Bezeichnung MINT steht für die Begriffe Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik, allesamt Berufsbereiche, die einerseits gute Verdienstmöglichkeiten und Aufstiegschancen ermöglichen, andererseits durch Fachkräftemangel gekennzeichnet sind. MINT-Berufe sind auch heute noch eine Männerdomäne.

Am 7. Februar hatten interessierte Mädchen der Realschule An der Fleuth die Möglichkeit einen praxisnahen und handlungsorientierten Einblick in typische MINT-Fächer zu nehmen.

In Kleingruppen aufgeteilt galt es insgesamt 6 Stationen zu durchlaufen. Im Chemieraum wurde, unter Anleitung der Fachkollegen Jens Hasenbein und Dr. Clemens Usadel, ein Lipgloss mit eigener Geschmacks- und Farbnote hergestellt. Die Schülerinnen hatten hier die Qual der Wahl, mussten sie sich doch zwischen Papaya-, Wildkirsch- oder Zitronenaroma und mit oder ohne Pigmentzugabe entscheiden.

Dass Kraft nicht nur etwas für muskelbepackte Männer ist, sondern viel mit Köpfchen zu tun hat, erfuhren die Mädchen bei der Einführung in die Hebelgesetze, deren kraftsparende Wirkung im Physikraum veranschaulicht wurde.

Im Elektrotechnikraum mussten die Teilnehmerinnen nach einer kurzen theoretischen Einführung durch den Kollegen Norbert Peters selbst Hand anlegen und eine Wechselschaltung installieren, wie sie in jedem Haushalt zu finden ist.

Handwerkliches Geschick war in der Metallwerkstatt gefragt, wo ein Schlüsselanhänger angefertigt und abschließend mittels Körner und Hammer mit eigenem Namen versehen wurde.

In der KFZ-Werkstatt vermittelte die Leibold-Tafel zunächst einen Überblick über die Beleuchtung an einem Auto. Dass auch der Beruf des KFZ-Mechatronikers in zunehmendem Maße durch Digitalisierung geprägt ist, erfuhren die Schülerinnen anschließend bei der computergestützten Fehlersuche.

Abgerundet wurde der Projekttag in der Holzwerkstatt. Hier lernten die Teilnehmerinnen zunächst die typischen Werkzeuge kennen, die dann unter Anleitung von Klaus Verhaßelt zur Herstellung eines Handyhalters zur Anwendung kamen. Mit dem Brennpeter konnten die Mädchen abschließend ihrer Kreativität freien Lauf lassen und den Halter mit individuellen Mustern und Namen versehen.

Das die Mädchen „Technik können“, stand für alle Beteiligten nach diesem abwechslungsreichen und interessanten Projekttag fest, der unter Umständen das Berufswahlspektrum erweitert hat.

Zunächst einmal werden die Schülerinnen der Jahrgangsstufe 9 in der Zeit vom 23. April bis zum 9. Mai 2018 die Möglichkeit haben sich mit den beruflichen Anforderungen und ihren eigenen Fähigkeiten, im Rahmen ihres Schülerbetriebspraktikums, auseinanderzusetzen.

Das Angebot in Klasse 10 einen Schnupper-Workshop am Berufskolleg in Geldern zu besuchen rundet dann die Berufsorientierung an der Realschule An der Fleuth ab und ermöglicht eine bewusste Entscheidung zum „Anschluss nach dem Abschluss“.

Susanne Schmidt