Leben und Leben lassen

Leben und leben lassen – Antisemitismus und Rassismus heute

Von Christian Ettwig

 Judentum, dann fünf Sekunden und dann das erste Wort, das ihnen dazu einfällt.

Das ist schwer?

Warum?

 Genau dieser Frage sind wir in unserer Projektgruppe nachgegangen – warum ist diese so einfache Frage so schwer zu beantworten und was sind die ersten Worte, die uns dazu einfallen.

Beleidigung, Holocaust, Vergasung, Hitler, Religion, Verfolgung, Gaskammer“, das waren die Worte, die den Schülern auf Anhieb einfielen und die Diskussionsstoff boten.

Ausgehend von diesen Worten, machten sich die Schüler in vier Gruppen daran mal in eigenen Worten eine Definition für Antisemitismus zu finden.

Antisemitismus…, Antisemitismus, was ist das eigentlich, sehr häufig hört man davon, aber kann es einer wirklich erklären. Könnten sie es?

 Die Schülergruppen kamen zu folgenden Definitionen:

 

Antisemitismus ist ein Begriff, der für Judenfeindlichkeit steht.“

Die Juden werden als andere ‚Rasse‘ bezeichnet, obwohl es keine Rassen gibt und sie sich nur durch die Religion von anderen Menschen unterscheiden.“

Antisemitismus ist eine ablehnende Haltung gegenüber Menschen jüdischen Glaubens.“

Antisemitismus heißt für uns Judenfeindlichkeit. Juden sollen anders sein, werden abgestempelt und als ‚Rasse‘ bezeichnet, bzw. mit wirtschaftlichen Vorurteilen belegt, obwohl sie genauso eine Religion sind, wie die Christen.“

 

Davon ausgehend sahen wir uns einen Film an, in dem Menschen aus Berlin komplexe Fragen zu ihrem Leben in der Stadt und ihren Lebenseinstellungen gestellt wurden.

Was liebst du an Berlin?

Was stört dich an Berlin?

Woran glaubst du?  

Was fällt dir zum Judentum ein?

Was ist dein Lebensmotto?

Was wünschst du dir?

 

Fünf Fragen, bei denen man auf den ersten Blick erst einmal stocken würde, überlegen müsste, vielleicht sogar antworten müsste, dass einen das nichts angehe, da es zu persönlich sei!

Doch die Menschen antworteten fünfmal vollkommen freizügig. Nur bei einer Frage