Barbara Hendricks zu Besuch

Barbara Hendricks zu Besuch in der Klasse 10cW in der Realschule An der Fleuth

Es begann für uns mit einem Besuch des Bundestags am 6.10.2018, zu dem Barbara Hendricks die Klasse eingeladen hatte. Durch einen Trauerfall war sie allerdings verhindert und bot der Klasse daher einen späteren Besuch in der Schule an.

Am 14.11.2018 um kurz nach zwölf begann unser Gespräch im Stuhlkreis. In ihrer Begrüßungsansprache sagte sie gleich, dass sie gerne wissen wolle, was jeder einzelne Schüler nach der 10. Klasse zu tun vorhabe. Reihum kam jeder zu Wort.

So wurde sie nach ihrer Meinung zur Zeitumstellung gefragtund antwortete, dass die Umstellung noch nicht sicher sei, aber sie wäre für die Sommerzeit, weil es abends länger hell wäre. Über ihren Arbeitsalltag erfuhren wir, dass sie am Vortag erstaunliche 15 ½ Stunden unterwegs war.
Auf die Frage nach Bedrohungen durch politische Gegner erfuhren wir: „Ich wurde noch nie wirklich bedroht, da ich keinen Anlass dazu gab. Es gab schon Bedrohungen aus dem Internet, die sich zum Glück nicht auf mein Leben richteten.“
Dann wurde gefragt, ob sie ihr Amt als Umweltministerin abgeben wollte. Erst war sie nicht erbaut darüber, jedoch war gewünscht, dass eine jüngere Mitstreiterin das Amt übernimmt.
Auf die Frage nach der Schließung der Atomkraftwerke in Deutschland bestätigte sie den vorgesehenen Termin bis zum Jahr 2022. Zur Problematik des AKW in Thiange, nahe der deutschen Grenze, wäre sie für eine sofortige Abschaltung des zweiten Reaktors, in dessen Hülle tausende Haarrisse entdeckt wurden.
Auf eine Frage nach der hohen Zahl von Entziehungen von Kindern aus den Familien durch das Jugendamt erwiderte sie, dass die Jugendämter für den Schutz des Kindes zuständig seien und sicherlich nicht – auch die hohen Kosten im Blick behaltend – mehr Kinder als unbedingt notwendig entziehen wollen. Die genauen Zahlen dazu kenne sie nicht.
Was war ihr größter Erfolg? „Das war das Pariser Klimaschutzabkommen im Dezember 2015. Es umfasst einen Plan, der die Erderwärmung deutlich unter 2°C begrenzen soll, um einem gefährlichen Klimawandel entgegenzuwirken.

„Und was ist das Beste an Ihrem Beruf?“ – Dass er so abwechslungsreich ist und ich immer etwas Neues hinzulernen kann.“

Während der Schlussrunde gab Frau Hendricks jedem Stuhlkreisteilnehmer eine Rückmeldung zu seinem persönlichen Zukunftswunsch und wünschte anschließend allen viel Glück.

                                                                                                              SchülerInnen der Klasse 10cW