Auf der Suche nach dem Traumberuf

Der Abschluss der Realschule ist bereits in greifbare Nähe gerückt und damit auch die Gestaltung der eigenen beruflichen Zukunft. Der Übergang von der Schule zum Beruf ist für die SchülerInnen der Klasse 10 eine wichtige Zeit. Wer die eigenen Interessen und Fähigkeiten richtig einschätzen kann hat gute Aussichten auf einen attraktiven Ausbildungs- und Arbeitsplatz. Eine erste Entscheidungshilfe stellten die in Kooperation mit dem Berufskolleg Geldern angebotenen Schnupper-Workshops für die Jahrgangsstufe 10 der Realschule An der Fleuth dar.

Technisch interessierte SchülerInnen hatten sich zuvor für einen der angebotenen Workshops aus den Bereichen KFZ-, Elektro-, Metall- oder Holztechnik angemeldet.

Unter dem Motto „Werkbank statt Schulbank“, konnten 25 TeilnehmerInnen am 16. November einen ganzen Schultag lang im Rahmen der Initiative „Zukunft durch Innovation“ (ZdI) der Hochschule Rhein-Waal einen handlungsorientierten Einblick in mögliche Berufsfelder nehmen. Was auf einen angehenden KFZ-Mechatroniker zukommt, davon konnten sich die SchülerInnen in der KFZ-Werkstatt ein Bild machen. Reifenwechsel, Prüfung der Bremswirkung oder Fehlerauslese waren nur einige der Themen, die hier praktisch erprobt wurden.

Die angehenden Elektrotechniker erfuhren nach einer kurzen theoretischen Einführung, was bei der Installation einer Wechselschaltung zu beachten ist, um danach selber mit Schraubendreher und Klemmen die Theorie in die Praxis umzusetzen.

Auch im Workshop Metalltechnik stand die Praxis im Vordergrund. Hier galt es Schritt für Schritt einen zweifarbigen Bilderrahmen anzufertigen. Da die TeilnehmerInnen dieser Gruppe sehr motiviert waren und zügig gearbeitet hatten, blieb noch Zeit, einen Schlüsselanhänger herzustellen, der abschließend kreativ graviert wurde. Vermutlich wird sich das ein oder andere hergestellte Werkstück unter dem Weihnachtsbaum wiederfinden.

Doch nicht nur der Werkstoff Metall bietet Möglichkeiten seine Kreativität zu entfalten. In der Holztechnik wurden Frühstücksbrettchen geschliffen, die mit dem Brennpeter eine individuelle Note – sei es eine Widmung oder ein Bildchen – erhielten. Auch hier hatten die SchülerInnen mit viel Spaß emsig gearbeitet, so dass zum Schluss noch Zeit für die Anfertigung eines Teelichthalters blieb.

Am Ende eines kurzweiligen Schultages waren sich alle TeilnehmerInnen einig: Dieser praxisnahe Tag hatte sich gelohnt. Nicht nur, weil sich einige nun keine Gedanken um mögliche Weihnachtsgeschenke mehr machen müssen, sondern weil mancher seinem Traumberuf einen Schritt näher gekommen ist.

 

Susanne Schmidt