Die Zeit danach

Die Zeit danach

Auch wenn der Abschluss der Realschule in greifbare Nähe gerückt ist, hört das Lernen noch lange nicht auf. Stellt sich für die 10er SchülerInnen nun die Frage, wie soll es anschließend weitergehen. Während einige SchülerInnen bereits ihren Traumberuf gefunden haben, oftmals das Ergebnis eines erfolgreichen Schülerbetriebspraktikums in Klasse 9, tun sich die meisten jedoch mit dieser Entscheidung schwer. Doch auch die Aussage, „Ich gehe weiter zur Schule“ als Alternative zur Berufsausbildung, erfordert eine Entscheidung über den zu wählenden schulischen Schwerpunkt an einer weiterführenden Schule.

Um diese Entscheidung zu erleichtern, hatten die SchülerInnen der Klasse 10 der Realschule An der Fleuth die Gelegenheit, im Rahmen der Initiative Zukunft durch Innovation (zdi) der Hochschule Rhein-Waal, am Berufskolleg Geldern in verschiedene Berufsfelder hineinzuschnuppern. Vorab konnten sich die technisch interessierten SchülerInnen für die Workshops aus den Bereichen Elektrotechnik, Metalltechnik und KFZ-Technik am 31.10.2016 eintragen, während die Interessenten des Bereichs Hauswirtschaft am 2.11.2016 den Workshop „Kochen“ besuchen konnten.

Von Beginn an stand in allen Workshops die Praxis im Vordergrund des Geschehens.
Bei den angehenden Elektrotechnikern warteten nach kurzer theoretischer Einführungen in die Grundlagen elektrischer Schaltungen schon Schraubendreher und Klemmen auf die TeilnehmerInnen, mit deren Hilfe eine Wechselschaltung, wie man sie in jedem Haushalt vorfindet, installiert werden sollte.

Währenddessen stellten sich die SchülerInnen im Bereich Metalltechnik der Herausforderung, Schritt für Schritt einen zweifarbigen Bilderrahmen anzufertigen. So kurz vor Weihnachten, das ideale Geschenk.

Von den Anforderungen, denen ein zukünftiger AZUBI als KFZ-Mechatroniker gewachsen sein muss, konnten sich die SchülerInnen im Bereich KFZ-Technik, vom einfachen Reifenwechsel bis zum Zerlegen eines Motors, ein Bild machen.

Für den Workshop „Kochen“ hatten sich 5 SchülerInnen entschieden. Statt Stift und College-Block standen an diesem Tag Kochutensilien im Mittelpunkt des Kurses. Unter fachlicher Leitung von Frau Sybille Böhmer sah das Programm die Herstellung eines kompletten Menüs vor. Nach der Zubereitung der Tomatensuppe, mussten die TeilnehmerInnen erst einmal zum Schneidemesser greifen, um diverse Zutaten für den Tacco-Salat und den Obstsalat vorzubereiten. Abgerundet wurde das Menü mit Giraffen- und Kirschcreme als Nachtisch, die – das Auge isst ja bekannter Maßen mit – in appetitlichen Dessertgläsern angerichtet wurde. Zum passenden Ambiente gehörte noch der entsprechend gedeckte Tisch, an dem sich die TeilnehmerInnen „ihr Menü“ schmecken, und den gelungenen Workshop Revue passieren ließen. Wie in der Realität stand nach dem Genuss auch noch die Aufräumarbeit an, galt es doch die Spülmaschine zu bestücken und den Putzlappen zu schwingen, um die Küche wieder in den Urzustand zu versetzen.

Ob technisch oder hauswirtschaftlich interessiert, alle SchülerInnen, die an den 5-stündigen Workshops teilgenommen hatten, waren sich darin einig, dass dies ein gelungener Schultag war, der einen praxisnahen Einblick in die „Zeit danach“ gegeben, und vielleicht den ein oder anderen Schüler seinem Traumberuf einen Schritt näher gebracht hat.

Susanne Schmidt