Unser Besuch in der RS an der Fleuth im September 2016

Wir warteten am Flughafen und erinnerten uns an den Austausch. Wir fragten uns, ob wir mit unseren Partnern genug geschrieben haben. Alle waren aufgeregt, auch jene Schüler, die bereits im letzten Jahr am Austausch teilgenommen haben. Vom Flugzeug aus, tausende Meter über der Erde, sieht alles so klein aus. Und bevor kaum umgeschaut, waren wir schon in Eindhoven.

Das, was für uns, Schüler aus Polen neu war, waren die Farben draußen; alle grün und der Himmel blau.  Ja, das Wetter war schön, was wir nicht erwartet haben. Alle Häuser waren aus Ziegeln gebaut. Pferde, Traktoren und Maisfelder sieht man bei uns in Danzig nicht – dort gibt nur Autos und Straßen weit und breit.

Als wir in der Schule ankamen, begrüßten uns die Lehrer mit einem herzlichen Willkommen. Dann fuhren wir zu den Familien.

Der zweite Teil des Austausches war für uns schon viel einfacher als der erste Teil, wir kannten uns doch und das miteinander Sprechen war für uns nicht mehr so komisch.

Jeden Tag haben wir machten wir etwas anderes. Obwohl es eine Kleinstadt war, gab es immer viel zu tun und wir langweilten uns nicht. In Geldern fahren alle überall mit dem Fahrrad. Vor der Schule standen dutzende Fahrräder; das war für uns auch neu.

Die Schule in Geldern sieht, wie in einem amerikanischen Film aus. Das große Gebäude ist weitgehend aus Glass und Ziegeln gebaut. Hinter der Schule gibt es ein riesiges Feld mit Rasen. Die Klassen sind viel größer – dreißig und mehr Schüler in einer Klasse und bei uns zwanzig.

Am ersten Tag machten wir Geocaching; wir mussten 10 Fotos machen, von Sachen, die den Unterschied zwischen Polen und Deutschland machen. Ich und meine deutsch-polnische Gruppe haben KEINE gemacht, weil wir die ganze Zeit nur geredet und gelacht haben.

Am nächsten Morgen hatten wir einen Picknick und eine Kanufahrt (alle Boote kamen in einer anderen Zusammensetzung ans Ziel als gestartet).

Nach dem Wochenende hatten wir noch einen zweiten Picknick, ein Treffen mit dem Bürgermeister und wir waren noch in einem Klettergarten. Kaum glauben, wie viele verschiedene Sachen man ein einer, doch so kleinen Stadt machen.

Am letzten Tag verhielten wir uns alle so, als wären wir schon immer Freunde, oder als ob der Austausch viel länger gedauert hätte. Und am nächsten Morgen wollte niemand glauben, dass es schon das Ende war. Viele haben gesagt, auch die Lehrer, dass es der beste Austausch soweit gewesen wäre. Viele meine Freunde haben gesagt, dass sie sich mit den deutschen Partnern wieder sehen wollen.

Ich will mich an den Austausch noch lange erinnern, denn es war super toll und ich hoffe, dass die Anderen das auch so finden.

danzig-2016

 

Viktoria Felpel  II B.