Danzig-Fahrt 2016

 

Am Pfingstmontag, 16.05.2016, brachen 18 Schülerinnen und Schüler unserer Schule mit den Begleitern Frau Minor und Herrn Schönherr zum Besuch der Partnerschule Jan de la Salle nach Danzig auf. Von Weeze ging es mit dem Flugzeug nach Bromberg (Bydgoszcz). Dort warteten schon die polnischen Gastgeber mit einem Willkommensgruß.

Nachdem sich die „Gästepaare“ gefunden hatten, ging es in einer ca. zweistündigen Busfahrt nach Danzig, wo die Eltern die Schülerinnen und Schüler abholten, so dass gegen Mitternacht jeder in den Familien angekommen war.

Der erste Morgen stand wieder im Zeichen der Begrüßung in der Schule. Der Besuch einer Unterrichtsstunde, in der auch die ersten polnischen Wörter vermittelt wurden, machte viel Spaß, da in Kleingruppen sofort Kontakte geknüpft werden konnten. Schnell ging es jedoch dann mit dem Programm in der Stadt los. Das Danziger Bürgerhaus der Familie Uphagen, das Bernsteinmuseum, das historische Rathaus – in schneller Folge und bei kurzen Wegen also ein gut gefüllter Vormittag. Leider spielte das Wetter nicht mit und so mancher Schauer trübte die Stimmung. Nach dem Mittagessen ging es weiter auf das Museumsschiff „Soldek“, welches Eindrücke in das Leben auf dem Wasser bot und die Arbeitsbedingungen deutlich werden ließ, unter denen die Seefahrer teilweise zu leiden hatten.

Ein Rundgang durch die historische Altstadt, ein paar Blicke in die vielen Bernsteingeschäfte sowie die Besichtigung der mächtigen Marien-Kirche, incl. Turmaufstieg (420 Stufen), rundeten den Programmteil ab. Beim abendlichen Besuch einer Bowling-Bahn wurden dann viele Gespräche geführt und Freundschaften geknüpft.

Der nächste Tag stand im Zeichen der Präsentation von Projekten, die die polnischen Gastgeber im Unterricht erarbeitet hatten, so dass alle in der Aula der Schule Einblicke in die Unterrichtsinhalte der Jan de la Salle-Schule bekamen. Am Nachmittag ging es dann ins Ozeaneum in Gdynia, einem der drei großen Stadtteile Danzigs. Damit aber nicht genug: auch noch auf dem Programm stand dann der Besuch eines Erlebnisbads, in dem vor allem die Wildwasserbahn sich großer Beliebtheit erfreute.

Ein wirklich tolles Erlebnis war am nächsten Tag dann der Besuch der Marienburg, am Fluß Nogat bei der Stadt Malbork gelegen. Die sehr gut gepflegte Burganlage wurde mit deutsch- bzw. polnischsprachiger Führung besucht, wobei die Gruppen immer wieder Aufgaben zu erfüllen hatten, was die Aufmerksamkeit auf viele interessante Dinge lenkte. Zur Belohnung gab es am Ende der Führung noch die Möglichkeit, frisch hergestellte Lollies zu probieren, bevor so manches Erinnerungsfoto in der Burg bzw. am Fluß gemacht wurde. Der Spätnachmittag stand dann zur freien Verfügung, so dass auch das Shopping-Verlangen gestillt werden konnte.

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Am Freitag stand dann am Morgen ein fast vierstündiger Sportvergleich im Fuß- und Volleyball an, der allen Beteiligten viel Spaß machte. Die polnischen Gastgeber entschieden die entscheidenden Duelle für sich, jedoch förderten gemischte Mannschaften auch das Gemeinschaftsgefühl. Nach dem Mittagessen in der Schul-Mensa wurde ein Suchspiel in der Innenstadt in Gruppen durchgeführt. Es mussten dabei wichtige Informationen rund um „Solidarnosc“, die polnische Revolution der Arbeiterbewegung, gefunden werden und historisch wichtige Gebäude gesucht werden.

Nach kurzer Verschnaufpause ging es wieder in die Schule, wo die polnischen Gastgeber ein einstündiges Musik- und Tanzprogramm darboten, was viele gesangliche, aber auch tänzerische Höhepunkte enthielt, gehört doch gerade dieser künstlerische Bereich zu den Stärken herausragenden Fähigkeiten so mancher junger Mädchen. Im Anschluss feierten alle gemeinsam in einer dreistündigen Disco-Veranstaltung, die selten so viel Herzlichkeit entstehen ließ und ein tolles Gemeinschaftserlebnis darstellte.

Das Wochenende verbrachten dann alle in den Gastfamilien, so dass das Wiedersehen am Montag interessante Erzählungen über die Erlebnisse der vergangenen zwei Tage erbrachte. Es ging dann gemeinsam zum Fußballstadion Danzigs, der Energa-Gdansk-Arena, welches zur Fußball-Europameisterschaft 2012 erbaut wurde. Eine englischsprachige Führung vermittelte tolle Eindrücke.

Nach dem Mittagessen in der Mensa hieß es dann auch schon bald Abschied zu nehmen, als sich alle am Bahnhof trafen, von wo aus es wieder Richtung Bromberg ging, so dass der Flieger nach Hause pünktlich erreicht werden konnte.

Ein großer Dank gilt den gastgebenden Eltern und Schülerinnen und Schülern, die sehr zum Gelingen der Austauschbegegnung beigetragen haben.

Besonders ist das Engagement der Schulleitung, Bruder Janusz Robionek, und der beiden DeutschlehrerInnen Joanna Buraczewska und Marek Kozlow hervorzuheben, die das gesamte Progamm ausgearbeitet hatten und eine wirklich tolle „Rundumbetreuung“ auf die Beine gestellt haben.

Gern werden wir im September beim Gegenbesuch die Gäste aus Danzig ebenso herzlich empfangen und die tiefe Freundschaft weiter pflegen.