Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)

Kein Abschluss ohne Anschluss (KAoA)

ist ein Landesvorhaben, mit dem Nordrhein-Westfalen allen SchülerInnen einen erfolgreichen Einstieg in die berufliche Ausbildung ermöglichen will. Zu diesem Zweck wurde ein einheitliches Übergangssystem Schule-Beruf eingeführt, dem verbindliche Standartelemente der Berufs- und Studienorientierung zugrunde liegen.

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Den Auftakt für die Auseinandersetzung mit der Berufswelt bildet an der Realschule An der Fleuth in der Jahrgangsstufe 8 die Potentialanalyse.

Die Durchführung in diesem Schuljahr erfolgte vom 9. bis 11. November durch den Bildungsträger INTEGRA. Die Teilnahme war freiwillig. Das Interesse war so groß, dass für die 68 vorgesehenen Plätze 70 Bewerbungen eingingen. Durch die Bereitstellung von zwei zusätzlichen Plätzen konnte jedoch ein Losverfahren umgangen werden.

Gemäß den Vorgaben der „Düsseldorfer Potentialanalyse“ werden im Verlauf einer 1-tägigen Veranstaltung (in der Zeit von 8.30 – 15 Uhr) zunächst die Interessen der SchülerInnen im Rahmen eines Fragebogens ermittelt. Der in 6 berufliche Interessenbereiche gegliederte Selbsteinschätzungsbogen, lässt sich den 16 Berufsfeldern der Bundesagentur für Arbeit zuordnen. Das Verfahren der Potentialanalyse umfasst 6 handlungsorientierte Übungen, anhand derer soziale, personale, methodische und fachliche Kompetenzen zugeordnet werden können.

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Bei den verschiedenen Übungen wurden die TeilnehmerInnen in Gruppen zu je vier SchülerInnen eingeteilt, die von 8 Beobachtern beobachtet und beurteilt wurden. Die Ergebnisse der Selbsteinschätzungen wurden abschließend mit den Beobachtungsergebnissen abgeglichen. Sie bildeten die Grundlage für die nachfolgenden, ca. 20-minütigen, individuellen Auswertungsgespräche. Diese erfolgten in der Zeit vom 14. bis 17. Dezember in den Räumen der INTEGRA. Dabei wurde auf die Anwesenheit der Erziehungsberechtigten großen Wert gelegt, um sie möglichst frühzeitig in den Prozess der Berufsorientierung einzubinden.

Darüberhinaus erhielten die SchülerInnen eine schriftliche Dokumentation der Auswertung. Bei der Auswahl eines geeigneten Praktikumsberufes im kommenden Schuljahr, bieten die Ergebnisse der Potentialanalyse eine wichtige Grundlage. Sie unterstützen die schulische Laufbahnberatung ebenso wie die Beratung durch die Bundesagentur für Arbeit.

Als ein weiteres Standartelement zur Vorbereitung auf das Schülerbetriebspraktikum wird sich im April die Berufsfelderkundung anschließen. Hierbei sollen die SchülerInnen in drei Berufsfeldern praxisnah berufliche Tätigkeiten kennen lernen. SchülerInnen, die nicht an dieser Maßnahme teilnehmen, werden zeitgleich ein berufsorientiertes Alternativprogramm absolvieren, welches u.a. Betriebsbesichtigungen, Berufskunde und ein „Benimm ist in „-Training beinhalten wird.

Susanne Schmidt