Auswahlverfahren

Nach ersten Erfahrungen im Berufsleben im Rahmen ihres Schülerbetriebspraktikums absolvierten am 28. Mai 2014 SchülerInnen der Jahrgangsstufe 9 in den Räumen der Fa. Schaffrath medien unter der Leitung von Frau Schoofs (Personalabteilung) ein typisches Auswahlverfahren für die Vergabe eines Ausbildungsplatzes. In diesem Jahr hatten sich 14 SchülerInnen für dieses Projekt interessiert. 7 mutige „Bewerber“ hatten zuvor vollständige Bewerbungsunterlagen für ihren Traumberuf eingereicht und erhielten nun die Möglichkeit unter realen Bedingungen ein Bewerbungsgespräch zu führen. Alle Bewerber konnten bei dieser Generalprobe durch ihr Auftreten überzeugen und erhielten anschließend noch einige Tipps für die „Premiere“.

Was macht den Beruf zum Traumberuf, welche Fähigkeiten bringe ich mit? Diese Fragen sollten im sich anschließenden Partnerinterview herausgearbeitet und präsentiert werden. Bei der Zuordnung der Gesprächspartner wurde darauf geachtet, dass einander weniger bekannte SchülerInnen das Interview führten, so dass auch hier reale Bedingungen simuliert wurden. Die mit 10 Minuten knapp bemessene Zeit wurde von allen Beteiligten gut genutzt.

Neben den Bewerbungsgesprächen und den Partnerinterviews bildete die nachfolgende Assessment-Center-Gruppenübung ein wesentliches Element des Projekttages. Die Gruppe sollte ein Zeltlager für ein langes Wochenende planen und dabei wichtige Aspekte, wie z.B. Anreise, Platz, Verpflegung und Unterhaltung planen. Die sehr große, jungendominierte Gruppe, hatte anfänglich Schwierigkeiten, sich an Gesprächsregeln zu halten und maß der Übung eher einen Unterhaltungswert bei. Dennoch stand das einzige Mädchen ihre „Frau“ und konnte konstruktive Vorschläge einbringen. Erst allmählich entwickelte sich eine realistische Diskussion, an deren Ende ein sehr langes Wochen-ende mit Verpflegung, Unterhaltung, Spielen, Wettbewerben, Nachtwanderung und Survival-Training stand.

Mit der abschließenden Einzelpräsentation von mitgebrachten Lieblingsgegenständen ging ein langer Projekttag zu Ende. Ob Kindle, Handy, Armbanduhr, Gladbach-Dauerkarte, Fußball oder Football-Helm, X-Box-Controler, PC-Mouse, allen Beteiligten fiel es nicht schwer, die Besonderheiten, Vor- und Nachteile überzeugend zu präsentieren.

Die gestellten Aufgaben, insbesondere die Erfahrungen aus den Bewerbungsgesprächen unter realistischen Bedingungen, wurden von allen Teilnehmern als interessant, kurzweilig und informativ empfunden. Zu wissen, welche Fragen in einem Bewerbungsgespräch und welche Anforderungen in einem Auswahlverfahren auf den Bewerber zukommen, wird in Zukunft dabei helfen, die natürliche Nervosität auf ein normales Maß zu reduzieren und der Einladung zu einem Bewerbungsverfahren mit der erforderlichen Selbstsicherheit zu begegnen. An dieser Stelle möchte ich mich noch einmal bei Frau Schoofs und der Fa. Schaffrath medien für ihr Engagement bedanken.

Susanne Schmidt (Berufswahlkoordinatorin)

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