Nie wieder Auschwitz

Nie wieder Auschwitz          Leonie Langanke, Annika Scholler, Miriam Gerfertz; Kl. 8b

Eine Zeitzeugin berichtet über ihre Erlebnisse in der Zeit des Holocaust.

GELDERN Alle Augen waren nach vorne gerichtet, als Eva Weyl in der Aula der Realschule An der Fleuth über ihre Erfahrungen in der Zeit des Holocaust berichtete.

Im Rahmen des alljährlichen Projekttages zum Gedenken an die Befreiung des KZ Auschwitz hatte der Geschichtslehrer Christian Ettwig die Zeitzeugin eingeladen.

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Sie berichtete, unterstützt von persönlichen Fotos, von ihrem ehemaligen Zuhause in Kleve, den Eltern und Großeltern, der frühen Emigration nach Holland. Als sie 5 Jahre alt war begann der 2. Weltkrieg.  Im Mai 1940 besetzte die deutsche Wehrmacht die Niederlande. Im Sammellager Westerbork wurden holländische Juden deportiert.  Dort wurde nach den Beschlüssen der Wannsee- Konferenz, der Endlösung der Judenfrage, einmal pro Woche eine Liste mit ca. 1000 Insassen des Lagers zusammengestellt, die anschließend mit einem Zug in die Vernichtungslager  nach Auschwitz oder Sobibor transportiert wurden. Auch Anne Frank und Leni Valk standen auf diesen Listen. Im April 1945 wurde das Lager von kanadischen Soldaten befreit. Eva Weyl überlebte.

Heute lebt die 78-jährige in der niederländischen Hauptstadt Amsterdam und hält regelmäßig an Schulen Vorträge über ihre Zeit in Westerbork.

Nach ihrer Geschichte war die Betroffenheit deutlich zu spüren. Aber vor allem der  Mut und die Offenheit, mit der Frau Weyl ihre Erfahrungen mitteilte, weckten Bewunderung. Ein Stück deutscher Geschichte wurde durch diese Zeitzeugin erfahrbar und wird damit zur bleibenden Erinnerung bei den Schülern.

„Nie wieder Auschwitz, die Vergangenheit bewahren und daraus lernen“, so schloss Frau Weyl den Schülern zugewandt, das sei die Verantwortung der jungen Menschen auch an der Realschule An der Fleuth.

 

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