Technik ist keine Männerdomäne

Diese Erfahrung machten 25 Mädchen der Realschule An der Fleuth die am Projekt Mädchen in Technik (MiT) des Berufskollegs Geldern teilnahmen.

Im Rahmen der Initiative Zukunft durch Innovation (zdi) der Hochschule Rhein-Waal konnten am 13. Februar 2019 die SchülerInnen erneut (das Projekt wurde bereits zum 12. Mal durchgeführt) unter Beweis stellen dass sie technikaffin und in technischen Bildungsgängen bzw. Berufen ebenso begabt sind wie Jungen. Wie in jedem Jahr stellte die Realschule An der Fleuth wieder das Gros der Teilnehmerinnen.

An diesem Tag standen praxisnahe und handlungsorientierten Erfahrungen in verschiedenen MINT-Fächern auf dem Stundenplan. Die Bezeichnung MINT steht für die Begriffe Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik, allesamt Berufsbereiche, die einerseits gute Verdienstmöglichkeiten und Aufstiegschancen ermöglichen, andererseits  durch Fachkräftemangel gekennzeichnet sind.

Nach der offiziellen Begrüßung durch Schulleiter Andreas Boland im Selbstlernzentrum, wurden die Teilnehmerinnen in 6 Kleingruppen aufgeteilt, die die Bereiche Metalltechnik, Elektrotechnik, Holztechnik, KfZ-Technik, Chemie und Physik durchliefen. Nach einer kurzen theoretischen Einführung durften die Mädchen selbst „Hand anlegen“.

In der Metallwerkstatt wurden die Schülerinnen zunächst in die Handhabung verschiedener Werkzeuge eingewiesen, bevor sie Schritt für Schritt einen Kleiderhaken anfertigten.

Wie installiert man eine Wechselschaltung, wie sie in jedem Haushalt vorzufinden ist? Mittels Schraubendreher und Klemmen galt es im Elektrotechnikraum die Theorie in die Praxis umzusetzen.

 

Eine Grillzange herzustellen, war die Aufgabe in der Holzwerkstatt, hier galt es handwerkliches Geschick zu entwickeln, schließlich steht die nächste Grillsaison bevor.

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Dass auch Mädchen als KfZ-Mechatroniker ihren Mann stehen können, erlebten die Teilnehmerinnen beim Reifenwechsel und der Prüfung der Bremswirkung. Zudem wird die Fehlersuche heute durch den Computer unterstützt, was die Arbeit in der KfZ-Werkstatt erheblich erleichtert.

Kraft hat nicht nur etwas mit Muskeln zu tun sondern auch viel mit Köpfchen. Diese Erfahrung machen die Mädchen im Physikraum, bei der Einführung in die Hebelgesetze, deren kraftsparende Wirkung dort veranschaulicht wurde.

Die letzte Station an diesem Projekttag war der Chemieraum. Hier wurde unter fachmännischer Leitung Lipgloss hergestellt. Je nach individuellen Vorlieben mit oder ohne Pigment bzw. mit Papaya-, Wildkirsch- oder Zitronenaroma. Hier war Entscheidungsfreudigkeit gefragt.

Dass Technik in jedem Falle auch etwas für Mädchen sein kann, stand bei allen Teilnehmerinnen nach diesem abwechslungsreichen und interessanten Tag fest. Neben dem Umstand, dass alle Mädchen am Ende dieses Praxistages ein Valentinsgeschenk mit nach Hause nehmen konnten, hat das Projekt in jedem Falle dazu beigetragen, dass eigene Berufswahlspektrum um die MINT-Komponente zu erweitern.

Die nächste Station im Berufsorientierungsprozess ist das Schülerbetriebspraktikum. In der Zeit vom 02.05. bis 17.05.2019 werden alle SchülerInnen der Jahrgangsstufe 9 ihre eigenen Fähigkeiten mit den Anforderungen der Berufswelt abgleichen und hoffentlich ihrem Traumberuf einen Stück näher kommen.

In der Klasse 10 rundet das Angebot der Teilnahme an einem Schnupper-Workshop am Berufskolleg in Geldern die Berufsorientierung an der Realschule An der Fleuth ab, so dass eine bewusste Entscheidung zum „Anschluss nach dem Abschluss“ getroffen werden kann.

Susanne Schmidt

 

„Lichtblitz“ – Solarautorennen am Tag der Technik in Düsseldorf

Wie jedes Jahr fand in der Handwerkskammer Düsseldorf der Tag der Technik statt. Hier präsentierten sich nicht nur bedeutende Firmen, um Nachwuchs zu rekrutieren, sondern parallel gab es auch die Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler an einem Autorennen mit selbst gebauten, solarbetriebenen Modellautos teilzunehmen.

So haben wir uns als Technik-Kurs Klasse 7 vor einem Vierteljahr für dieses Rennen angemeldet. Von der Handwerkskammer bekamen die Teilnehmer sieben Solarzellen und zwei Solarmotoren. Mit diesen Materialien sollte ein Solarauto mit vorgegebenen Maximalgrößen gebaut werden. Ziel war es, eine 10 m lange Rennstrecke, die mit Strahlern ausgeleuchtet wurde, möglichst schnell zu überwinden. Nach vielen Versuchen in der Schule war irgendwann das optimale Übersetzungsverhältnis gefunden, das Gewicht minimiert und die Führung des Fahrzeugs im U-Profil ermittelt. Am 24. Juni war es dann soweit. Wir (Elias, Maximilian, Aaron und Nico) fuhren mit unseren Techniklehrern Frau Riepe und Herrn Jaroschek zum großen Rennen nach Düsseldorf. Wir waren alle sehr aufgeregt. Nach einigen Probeläufen haben wir das Beste unserer Fahrzeuge ausgewählt. Gefahren wurden immer zwei Läufe im Stechen gegen andere Teilnehmer. Nur der Gewinner kam weiter. In unserer Gruppe (Klasse 5-9) hatten wir ca. 18 „Gegner“. Letztlich haben wir den wie immer sehr undankbaren vierten Platz belegt, mussten uns aber nur gegen das spätere Gewinnerfahrzeug geschlagen gegen. Wir sind mit zahlreichen neuen Ideen wieder nach Hause gefahren. Im nächsten Jahr werden wir mit einem neuen, innovativen Fahrzeug antreten gemäß dem Motto: Dabei sein ist alles, gewinnen aber auch!

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Gegen alle Vorurteile

Gegen alle Vorurteile,
dass Männer ihre berufliche Zukunft im Bereich Technik sehen, dort auch Karriere machen und gutes Geld verdienen, während Frauen eher im schlechter bezahlten sozialen Bereich zu finden sind, traten 25 Schülerinnen der Realschule An der Fleuth am Mittwoch, den 8. Februar 2017 zum Praxistest im Rahmen des Projektes „Mädchen in Technik“ in den neuen Gebäuden des Berufskollegs Geldern an.

Um allen Teilnehmerinnen einen möglichst umfassenden Einblick in die typischen MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) zu gewähren, wurden fünf Gruppen gebildet, die einen praxisnahen Rundgang durch sämtliche Technikbereiche absolvierten.

In der Elektroabteilung installierten die Mädchen nach einer kurzen theoretischen Einführung, eine Wechselschaltung, wie sie in jedem Haushalt zu finden ist.

Einen Schlüsselanhänger anzufertigen, stand auf dem Arbeitsplan in der Metallwerkstatt. Nachdem ein Metallplättchen zunächst, im Schraubstock eingespannt und mit der Feile gründlich bearbeitet wurde, galt es mit Körner und Hammer den Schlüsselanhänger mit dem eigenen Namen zu versehen.

Im Physikraum wurde die krafteinsparende Wirkung durch Hebelgesetze veranschaulicht.

Danach führte der Rundgang die Teilnehmerinnen in die Holzwerkstatt.  Dort galt es wiederum selbst Hand anzulegen und unter der Verwendung von Schleifpapier und Brennpeter ein individuelles Frühstücksbrettchen anzufertigen.

Den Abschluss bildete die Herstellung von Lip-Gloss mit persönlicher Geschmacks- und Farbnote im Chemieraum. Papaya, Wildkirsche, mit oder ohne Pigmente, da waren teilweise schwierige Entscheidungen zu treffen.

Alle Teilnehmerinnen waren von diesem Projekttag begeistert und konnten feststellen, dass Technik nicht nur was für „Jungs“ ist, im Gegenteil! Die Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften im MINT-Bereich gilt nicht nur für den akademischen Bereich, sondern auch für die berufliche Bildung. Projekte dieser Art tragen immer wieder dazu bei, Vorurteile abzubauen und die Eignung für bestimmte Tätigkeiten realistischer einzuschätzen. Für die Schülerinnen der Klasse 9 sicher eine wichtige Erfahrung, werden sie sich doch in der Zeit vom 8.05. bis 24.05.2017 im Rahmen ihres Schülerbetriebspraktikums praxisorientiert mit ihren eigenen, wohlmöglich auch handwerklich-technischen Fähigkeiten und den Anforderungen der Berufswelt auseinandersetzen.

Susanne Schmidt

Solarrennen Lichtblitz

Realschule an der Fleuth beim Solarrennen Lichtblitz

Wie jedes Jahr findet in Düsseldorf der Tag der Technik statt. Ein Höhepunkt dieses Tages ist das Solarautorennen Lichtblitz. Teilnehmende Schulen erhalten von der Handelskammer Düsseldorf sechs Solarzellen und zwei Solarmotoren. Nach vorgegebenen Maximalmaßen soll ein Solarauto gebaut werden, dass möglichst schnell eine 10m lange Strecke zurücklegen soll. Gestartet wird in zwei Gruppen. Gruppe A (Klassenstufe 5-9) und Gruppe B (Klassenstufe 10-12).

In diesem Jahr haben wir als Technikkurs WP 9 teilgenommen. Drei Wochen haben wir intensivst an möglichen Fahrzeugvarianten herumexperimentiert und dann aus allen Ideen einen neuen Prototypen zusammengesetzt. Timo, Jan-Luca, Luca, Tobias und Julian sind  am Samstag mit ihrem Techniklehrer Herrn Jaroschek nach Düsseldorf gefahren, um am Rennen teilzunehmen. In unserer Gruppe waren 25 Teams. Eine Stunde vor Rennbeginn wurde die Lichtleiste eingeschaltet und Probeläufe durften durchgeführt werden. Da das Schienenprofil nicht genau dem unserer Schule entsprach und hier auch nicht optimal zusammengesteckt war, gab es Probleme bei der Führung des Fahrzeugs. Gemeinsam gelang es uns aber noch, den Wagen für die Teststrecke zu optimieren. Es traten immer zwei Teams gegeneinander an und die Zeiten wurden mit einer Lichtschranke gemessen. Da wir ein Team nach dem anderen in den Zeiten schlugen, wurde es immer spannender. Letztendlich erreichten wir einen undankbaren vierten Platz. Durch die Teilnahme haben wir aber viele neue Ideen gewonnen, werden diese baldigst umsetzen und im nächsten Jahr hoffentlich die jetzige Phalanx der Sieger durchbrechen.

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Abbildung 1: Die Mitstreiter Jan Luca, Julian, Tobias, Luca, Herr Jaroschek und Timo

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Abbildung 2: Unser Fahrzeug (klein) gegen den Sieger

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Abbildung 3: Timo und Luca bei der Fahrzeugregistrierung

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Abbildung 4: Die Rennstrecke vom Start aus gesehen