Frühjahrsputz rund um unsere Schule

Das Thema „Müll“ steht im Lehrplan unseres Politik- und Erdkundeunterrichtes.

Die Ausstellung der Kreis Klever Abfallwirtschaft, mit dem Thema „Verwenden statt Verschwenden“ bot hier eine hilfreiche  Veranschaulichung der weltweiten Umweltprobleme und deren Lösungen. Kompetent und interessant vermittelte Frau Kannenberg von der Klever Abfallwirtschaft den Schülern und Schülerinnen die Problematik rund um den Müll.

Was hat ein vergammeltes Brot mit dem Abholzen des Regenwaldes zu tun? Diese und andere interessante Fragestellungen erarbeiteten die Schüler anhand der verschiedenen Plakate.

Nach der Theorie folgte die Praxis.

Ausgerüstet mit Müllsäcken, zwei Bollerwagen, Handschuhen und Greifzangen zogen die Schülerinnen und Schüler der Klasse 5d los, den Müll rund um unsere Schule aufzusammeln.

Über 20 kg Müll haben die Schüler in nur zwei Unterrichtsstunden aufgesammelt.

Neben Glasflaschen und Papierresten waren es vor allem auch Plastiktüten, Tetrapacks und Zigarettenstummel, die achtlos in die Natur geworfen wurden.

Hohe Busgelder, mehr Mülleimer und Schilder, die auf die Folgen des Umweltverschmutzens hinweisen, waren Vorschläge der Schüler, wie man dem Müllproblem in der Natur abhelfen könnte.

                                                                                                                        Elke Linssen

 

„W wie willkommen“

01.09.2015 // Im ganzen südlichen Kreis Kleve haben Menschen ein Zeichen der Solidarität mit Flüchtlingen gesetzt und sich an der Aktion „W wie willkommen“ beteiligt. Die Realschule An der Fleuth beteiligte sich an dieser Aktion.

Tausende Menschen beteiligten sich an der Solidaritätsaktion für Flüchtlinge. Auch zahlreiche Medien berichteten darüber.

In einer Zeit, in der in Deutschland wieder Flüchtlingsunterkünfte brennen und sich Randalierer vor Asylbewerberheimen Straßenschlachten mit der Polizei liefern, entstand die Idee, mit einer einfachen Geste ein Zeichen zu setzen gegen Gewalt und für Menschlichkeit und Solidarität mit Menschen, die vor Krieg und Elend geflohen sind. Um 9.45 Uhr stellten sich an vielen Orten Menschen zu einem großen W auf und grüßten damit Flüchtlinge. Zugleich läuteten im Südkreis Kleve die Kirchenglocken.

Projekt-Willkommen-RSADF

Ein Tag gegen das Vergessen

Am 28.1.2015 besuchte die Holocaust überlebende Eva Weyl unsere Schule. Im Pfarrsaal der St. Maria Magdalena Kirche hielt sie vor den 10er Klassen einen sehr spannenden und auch erschreckenden Vortrag.

Eva Weyls Wurzeln liegen in Kleve. Von dort aus begann die Flucht vor der Vernichtungsmaschinerie der Nazis. Ihre Familie suchte in den Niederlanden Schutz und fand diesen dort für einige Zeit. Eines Tages bekam die junge Eva Weyl gesagt, das sie aus ihrem schönen Haus ausziehen würden. Eva fragte nicht wirklich warum sie denn umziehen würden und fand den Umzug eher spannend. Ihr Ziel war das Flüchtlingslager Westerbork.

Dieses Lager wurde von der niederländischen Regierung gebaut und geplant. Als die deutschen am 10.5.1940 die Niederlanden überfielen war das Lager im Besitz der Nazis. Diese entschlossen sich später das Lager als Zwischenlager zu nutzen. Westerbork war ein Sammellager von dem aus jede Woche ein Zug Richtung Osten fuhr, in die Vernichtungslager, wie Auschwitz oder Bergen-Belsen. Von den Nazis wurde es offiziell Judendurchgangslager Westerbork genannt.

Im Lager angekommen wurde der Vater von seiner Familie getrennt und arbeitete als Bauer im Lager. Im Lager gab es eine Schule, ein Krankenhaus und ein Waisenhaus. Als die Nazis das Lager als Sammellager der Juden aus den Niederlanden benutzten, wurde Eva`s Vater damit beauftragt in der Verwaltung des Lagers zu arbeiten, da er deutsch und niederländisch sprach. Er war nicht der einzige Insasse der in der Verwaltung des Lagers arbeitete, da das Lager mitlerweile so voll war, dass die Nazis Personalmangel hatten.  Er bearbeitete die Anträge der Gefangenen. Er bestimmte auch mit darüber wer in den Osten fahren musste und wer nicht. Für einige wurde er damit zu einem Helden für andere wiederum wurde er zum Verräter des eigenen Volkes. Da er mit diesem Druck nicht mehr Leben wollte, wollte er freiwillig in den Osten fahren. Ein Barackennachbar konnte ihn jedoch überreden in Westerbork zu bleiben.

Durch diese Veränderung veränderte sich auch das Leben der gesamten Familie. Die Familie zog in eine der ursprünglichen Baracken. Sie hatten dort ihre eigene Toilette, ein eigenes Waschbecken und eine Heizung. Eines Tages flogen britische Bomber Angriffe auf deutsches Gebiet. Da, wegen der Heizung, mitten im Lager ein hoher Schornstein stand schossen die Jäger auf das Lager, dass sie für eine Fabrik hielten. Bei diesem Angriff wurden einige Lagerinsassen getötet, doch für die Weyl´s war dies ein glücklicher Zufall, denn sie standen auf der Liste für den nächsten Zug nach Auschwitz. Diese wurde jedoch wegen dem Chaos des Angriffes zerrissen und somit rettete dieser Angriff der Familie das Leben.

Der 12.4.1945 ist bis heute einer der wichtigsten Tage im Leben von Eva Weyl. An diesem Tag wurde das Lager Westerbork von kanadischen Soldaten befreit und die Familie Weyl hatte den Holocaust überlebt. Ihr Vater machte wieder ein Textilgeschäft auf. Dieses eröffnete er jedoch in den Niederlanden. ,, Er traute den deutschen seiner Generation nicht„. Er schloss Freundschaften mit den älteren der jüngeren Generation, da er bei ihnen sicher sein konnte, das sie keine Nazis waren.

Im Lager Westerbork waren zum Teil über 15000 Juden. Ungefähr 100 mal fuhr ein Zug mit Juden aus dem KZ Westerbork  in das Vernichtungslager Auschwitz. Insgesamt wurden 100000 Juden Abtransportiert und ca. 245 Sinti und Roma. Von ihnen überlebten gerade einmal 5000 diese Vernichtungsmaschinerie.

Eva Weyl sprach am Ende ihres Vortrags die sehr einprägsamen Worte: ,,Ihr könnt nichts dafür, eure Eltern und Großeltern auch nicht, aber ihr dürft dies niemals vergessen, damit so etwas nie wieder passiert!´´

Noah Valentin

 

Gelderner Realschüler besuchen Landtag

Zwei Klassen der Jahrgangsstufe acht der Realschule An der Fleuth aus Geldern haben heute den Düsseldorfer Landtag besucht, um mehr über die Arbeit des Landesparlamentes zu erfahren. Geplant war die Einbettung des Besuches in eine dreitägige Klassenfahrt in die Landeshauptstadt, die dem Rotstift der Landesregierung zum Opfer gefallen ist. Das Thema Schulpolitik und die Neuregelung der Organisation von Klassenfahrten waren auch Gegenstand der Diskussion mit der heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Margret Voßeler. Schüler und Lehrer nutzten das Gespräch, um ihrer Enttäuschung Ausdruck zu verleihen. „Klassenfahrten sind immer auch Bildungsfahrten und Teil des pädagogischen Schulprogrammes. Diese müssen auch weiterhin möglich sein“, sagte Voßeler. Neben Sachthemen befragten die Realschüler Voßeler intensiv zu ihrer Arbeit als Abgeordnete: Gab es besondere Erlebnisse? Wollten Sie immer schon Politikerin werden? Wie verläuft Ihr Arbeitstag? Wie viel verdienen Politiker? „Es ist mir ein besonderes Anliegen, mit jungen Menschen über meine Arbeit und politische Themen zu sprechen. Ich hoffe, dass sie dadurch angeregt werden, sich selbst ein Bild über die politische Landschaft zu machen und aktiv zu werden“, erklärte Voßeler.

Vosseler-2013-18-06-01Foto (privat): Schüler der Realschule an der Fleuth besuchten den Düsseldorfer Landtag und informierten sich bei Margret Voßeler (Mitte vorn) über politische Abläufe und den Beruf einer Landtagsabgeordneten.

„Nie wieder Auschwitz!“

Schüler des Lise Meitner Gymnasiums und der Realschule An der Fleuth treffen Eva Weyl, Überlebende des KZ Westerbork

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Wenn 100 Jugendliche im Alter von 16 Jahren und älter, 100 Schüler der Realschule An der Fleuth und des Lise Meitner Gymnasiums in einem Raum gebannt nach vorne schauen, dann muss etwas Besonderes dort stattfinden.

Es herrscht absolute Ruhe, kein nervöses Rascheln, kein Tuscheln zwischen den Jugendlichen. Alle Blicke gehen nach vorne, denn dort steht die 77 Jährige Eva Weyl, die als eine der wenigen niederländischen Juden den Holocaust überlebte und die ihre Geschichte erzählt.

Sie berichtete, unterstützt von persönlichen Fotos, von ihrem ehemaligen Zuhause in Kleve, den Eltern und Großeltern, der frühen Emigration nach Holland. Als sie 5 Jahre alt war begann der 2. Weltkrieg. Im Mai 1940 besetzte die deutsche Wehrmacht die Niederlande. Im Sammellager Westerbork wurden holländische Juden deportiert. Dort wurde nach den Beschlüssen der Wannsee- Konferenz, der Endlösung der Judenfrage, einmal pro Woche eine Liste mit ca. 1000 Insassen des Lagers zusammengestellt, die anschließend mit einem Zug in die Vernichtungslager nach Auschwitz oder Sobibor transportiert wurden. Auch Anne Frank und Leni Valk standen auf diesen Listen. Im April 1945 wurde das Lager von kanadischen Soldaten befreit. Eva Weyl überlebte.

Nach ihrer Geschichte ist die Betroffenheit deutlich zu spüren. Aber vor allem der Mut und die Offenheit, mit der Frau Weyl ihre Erfahrungen mitteilte, wecken Bewunderung. Ein Stück deutscher Geschichte wurde durch diese Zeitzeugin erfahrbar und wird damit zur bleibenden Erinnerung bei den Schülern.

Nie wieder Auschwitz“, so schloss Frau Weyl den Schülern zugewandt, das sei die Verantwortung der jungen Menschen in der heutigen Welt.

Was für eine Powerfrau“, kommentierte nach den zwei Stunden ein Schüler der Realschule treffend den von viel persönlichem Engagement geprägten Auftritt von Frau Weyl, die sich an vielen Schulen gegen das Vergessen und für eine demokratische Gesellschaft frei von rechtsradikalen Tendenzen einsetzt.

 

Eine sinnvolle und gute Kooperation der beteiligten Kollegen der Realschule An der Fleuth und des Lise-Meitner-Gymnasiums hat dieses beeindruckende Erlebnis möglich gemacht.

 

Zu Besuch beim Bürgermeister

20. Juni 2012 – Die Klasse 5c zu Besuch bei unserem Bürgermeister

Im Politikunterricht kam die Frage auf, was der Bürgermeister denn so den ganzen Tag macht. Bei der Beantwortung dieser Frage wurden die Schülerinnen und Schüler über die wichtigsten Aufgaben des Bürgermeisters und seiner Mitarbeiter informiert! „Ob wir denn den Bürgermeister mal besuchen können?“ war dann die logische Frage einiger Schüler.

Nachdem dann eine von Lukas selbstgeschriebene Anfrage an den Bürgermeister geschickt wurde, kam auch recht schnell eine Einladung vom Rathaus!

Herr Jansen hat die Klasse im Eingangsbereich des Rathauses empfangen und direkt die wichtigsten Aufgaben erklärt.

Nachdem Herr Jansen uns die Poststelle zeigte, ging es in sein Büro, wo er den Schülern erklärte, was mit eingehenden Briefen wie Anträgen, Beschwerden oder Anfragen passiert.

Als Überraschung zeigte der Bürgermeistern dann das goldene Buch der Stadt, dass er extra für die Klasse aus dem Stadtarchiv besorgt hatte!

Herr Jansen erklärte den Schülern, warum seine „Bürgermeisterkette“ so schwer ist. Klar, dass dann einige Schüler die Kette auch mal anlegen durften.

Auch konnte die Frage beantwortet werden, warum die große Buche vor dem Rathaus weiß angestrichen wurde (Sonnenschutz für die empfindliche Rinde)!

Abschließend wurde die ganze Klasse für das nächste Jahr zur Besichtigung des Mühlenturmes eingeladen. Wir freuen uns jetzt schon!

Projekt „Auschwitz“ – Schaufenstergestaltung in der Buchhandlung Keuck

Schaufenstergestaltung in der Buchhandlung Keuck

 Die Schüler aus dem 10. Jahrgang haben sich am Projekttag „Auschwitz“ mit einer Installation für ein Schaufenster bei der Buchhandlung Keuck beschäftigt. Sie wollen mit ihrer Arbeit die Bürger Gelderns auf die Patenschaft der Realschule An der Fleuth für die Stolpersteine der Familie Gerson (Bahnhofstr. 36) aufmerksam machen.

Sie haben folgende Utensilien verwendet:

– Koffer -> Reise, Flucht, letztes Hab und Gut

– Steine -> Weg, jüdischer Friedhofsschmuck (Verwendung Erde und Himmel)

– umgewandelte Schilder -> Abtransport, kein Weg zurück

– Gipsmasken -> stellvertretend für die Familienmitglieder („Totenmasken“)

Als „eye-catcher“ ist eine gelbe Fahne mit Davidstern hergestellt worden, auf der die Schüler alle Begriffe zu dem Thema gesammelt haben. Diese Installation wird ab dem 28.Februar im Schaufenster bei Keuck zu sehen sein.

Leben und Leben lassen

Leben und leben lassen – Antisemitismus und Rassismus heute

Von Christian Ettwig

 Judentum, dann fünf Sekunden und dann das erste Wort, das ihnen dazu einfällt.

Das ist schwer?

Warum?

 Genau dieser Frage sind wir in unserer Projektgruppe nachgegangen – warum ist diese so einfache Frage so schwer zu beantworten und was sind die ersten Worte, die uns dazu einfallen.

Beleidigung, Holocaust, Vergasung, Hitler, Religion, Verfolgung, Gaskammer“, das waren die Worte, die den Schülern auf Anhieb einfielen und die Diskussionsstoff boten.

Ausgehend von diesen Worten, machten sich die Schüler in vier Gruppen daran mal in eigenen Worten eine Definition für Antisemitismus zu finden.

Antisemitismus…, Antisemitismus, was ist das eigentlich, sehr häufig hört man davon, aber kann es einer wirklich erklären. Könnten sie es?

 Die Schülergruppen kamen zu folgenden Definitionen:

 

Antisemitismus ist ein Begriff, der für Judenfeindlichkeit steht.“

Die Juden werden als andere ‚Rasse‘ bezeichnet, obwohl es keine Rassen gibt und sie sich nur durch die Religion von anderen Menschen unterscheiden.“

Antisemitismus ist eine ablehnende Haltung gegenüber Menschen jüdischen Glaubens.“

Antisemitismus heißt für uns Judenfeindlichkeit. Juden sollen anders sein, werden abgestempelt und als ‚Rasse‘ bezeichnet, bzw. mit wirtschaftlichen Vorurteilen belegt, obwohl sie genauso eine Religion sind, wie die Christen.“

 

Davon ausgehend sahen wir uns einen Film an, in dem Menschen aus Berlin komplexe Fragen zu ihrem Leben in der Stadt und ihren Lebenseinstellungen gestellt wurden.

Was liebst du an Berlin?

Was stört dich an Berlin?

Woran glaubst du?  

Was fällt dir zum Judentum ein?

Was ist dein Lebensmotto?

Was wünschst du dir?

 

Fünf Fragen, bei denen man auf den ersten Blick erst einmal stocken würde, überlegen müsste, vielleicht sogar antworten müsste, dass einen das nichts angehe, da es zu persönlich sei!

Doch die Menschen antworteten fünfmal vollkommen freizügig. Nur bei einer Frage