Praktischer Erdkundeunterricht

Praktischer Erdkundeunterricht der Klasse 5d beim Veerter Heimat- und Verschönerungsverein

„Ein Dorf verändert sich“ lautete das Thema des Erdkundeunterrichtes.

Statt unbekannte Dörfer aus dem Erdkundebuch zu besprechen, hatten die Schüler und Schülerinnen der Klasse 5d das große Glück, Zeitzeugen des Veerter Heimat- und Verschönerungsvereins mit authentischen Berichten über das Dorfleben vor vielen Jahren, zu erleben. Bei kaltem, aber sonnigem Wetter machte sich die Klasse 5d mit ihrer Klassenlehrerin auf den Weg, die Veerter Heimatstube zu besuchen.

Mit viel Hingabe und umfangreichen Recherchen berichteten Franz Kubon und Franz Josef Spolders über die Entwicklung und Veränderung ihres Dorfes. Die Schüler erfuhren unter anderem, dass Veert schon seit 710 Jahren besteht und die heutige Einwohnerzahl aufgrund der vielen Neubaugebiete, zweieinhalbmal so hoch ist wie 1960.

Einkaufsmöglichkeiten, so wie die Schüler sie heute kennen, gab es damals nicht. Man war Selbstversorger. Die Bedeutung der Nachbarschaften und das Vereinsleben hatten einen anderen Stellenwert als heute. Begeistert hörten die Schüler und Schülerinnen den Vortragenden zu und stellten viele Fragen.

Ein weiterer Höhepunkt des Vormittages war der Vortrag des ehemaligen Landwirtes, Franz Allofs. Er berichtete vom Strukturwandel in Landwirtschaft und Gartenbau. Während es 1931 in Veert 55 Bauernhöfe gab, waren es 2005 noch sechs und aktuell sind es nur noch drei Höfe. Weiterhin erfuhren die Schüler wie früher der harte Arbeitstag eines Landwirtes aussah. Franz Allofs erzählt heute noch mit einer so großen Begeisterung über seinen Beruf, dass man auch den Schülern wünscht, später einen Beruf zu finden, den sie mit einer solchen Freude ausüben wie Bauer Allofs es getan hat. Rückblickend auf sein Leben würde er alles genauso wieder tun, mit einer Ausnahme: Er würde Englisch lernen! Auch ein Landwirt sollte Englisch können und legte allen Kindern ans Herz, diese Sprache gut zu lernen.

Es war insgesamt ein sehr informativer Austausch zwischen Jung und Alt. Am Ende waren sich alle Schülerinnen und Schüler einig: „Was wir an diesem Tag gelernt haben, bleibt haften.“

                                                                                                                               Elke Linssen