Lebenspraktisches Training der besonderen Art

Und was kommt nach der Schule? – Lebenspraktisches Training der besonderen Art

Bei zurzeit 350 Ausbildungsberufen wird die Wahl des Traumberufs oftmals zur Qual. Um diese wichtige Entscheidung noch ein wenig hinauszuschieben, wählen manche SchülerInnen lieber den Besuch einer weiterführenden Schule. Die zahlreichen Möglichkeiten sich nach einer dualen Ausbildung weiterzuqualifizieren und in Führungspostionen aufzusteigen bzw. in die Selbstständigkeit einzusteigen, sind leider viel zu selten bekannt.

Um dem entgegenzuwirken, wurden die Ausbildungsbotschafter der IHK vom Schul- und Kursleiter, Herrn Schönherr in den WPU-Kurs „Lebenspraktisches Training“ der Jahrgangsstufe 10 eingeladen.

Nach einer kurzen Einführung durch die Koordinatorin dieses IHK-Projektes, Frau Münzberger, präsentierten drei Auszubildende ihre persönlichen Erfahrungen in ihrer Ausbildung und ihrem Beruf als Einzelhandelskauffrau im Rahmen des Abiturientenprogramms bei Kaufland und Bankkauffrau bei der Volksbank an der Niers. Die sehr lebhaften Power-Point-Präsentationen, verdeutlichten sehr authentisch, dass man eine Ausbildung nicht immer so einfach „wuppen“ kann, sondern dass der Arbeitsalltag viel Einsatz erfordert. Da kommt es auch vor, dass man als Einzelhandelskauffrau morgens um 3 Uhr aufstehen muss, damit die Kunden zur Öffnungszeit auch ein ordentlich dargebotenes, vollständiges Warenangebot präsentiert bekommen. Zu den Schattenseiten gehört ferner, dass man auch am Samstag und zu Zeiten während andere feiern, arbeiten muss. Die Tätigkeiten sind körperlich anstrengend und beinhalten auch stupides Palettenpacken und putzen. Dafür ist immer wieder Action. Einer für alle und alle für einen, so kann man wohl das Engagement bei Kaufland umschreiben. Auch wenn jeder Mitarbeiter und Azubi für seinen Bereich zuständig ist, versteht es sich von selbst, dass jeder aushilft, wenn Hilfe z.B. beim Einräumen der Waren in anderen Abteilungen erforderlich ist.

Dass den angehenden Bankkauffrauen nicht nur das „Verkaufen“ ihrer Finanzprodukte wichtig ist, sondern vielmehr die individuelle Situation eines jeden Bankkunden im Vordergrund steht. Der Wunsch, durch diese Beratung bei der Umsetzung persönlicher Träume zu helfen, wurde in den Vorträgen deutlich. Um in der Kundenberatung die erforderliche Vertrauensbasis aufzubauen, müssen Auszubildende kontaktfreudig sein, respektvoll im Umgang mit andern, sehr zuverlässig und sorgfältig in ihrer Arbeitsweise.

Bei beiden Ausbildungsberufen steht Teamwork im Mittelpunkt. So wird schon während der Ausbildung im Rahmen von gemeinsamen Events, der Zusammenhalt gefördert.

Der geringe Altersunterschied zwischen den SchülerInnen und den Auszubildenden ermöglichte eine Gesprächsatmosphäre auf Augenhöhe, in der es leichter fiel, Fragen zu stellen, bei denen auch über die Verdienstmöglichkeiten gesprochen wurde. Neben den fachlichen Aspekten der Ausbildung waren aber auch die individuellen Geschichten, wie die Auszubilden zu ihrem Beruf gekommen sind, für die SchülerInnen interessant. Manches Mal muss man Umwege gehen, um zu seinem persönlichen Traumberuf zu kommen. Doch wer ein Ziel vor Augen hat, der wird auch die anstrengenden Momente in Ausbildung und Beruf stemmen.

Der sehr kurzweilige Nachmittag hat nach Ansicht aller Beteiligten dazu beigetragen, die SchülerInnen für die Chancen und Möglichkeiten einer dualen Ausbildung zu begeistern und deren Berufsorientierungsprozess zu unterstützen. Angesichts dieser positiven Erfahrung werden Ausbildungsbotschafter zukünftig zu Beginn der Jahrgangstufe 10 in die Realschule An der Fleuth eingeladen und in das bestehende Berufswahlkonzept als fester Bestandteil aufgenommen.

Susanne Schmidt

Übung für den Ernstfall

Es wird ernst. Die Zeit an der Realschule An der Fleuth neigt sich für die SchülerInnen der Klasse 10 dem Ende entgegen und damit beginnt die Suche nach einem Ausbildungsplatz .

Was kann in einem Bewerbungsverfahren auf mich zukommen? Was wird dabei von mir erwartet? Wie kann ich mich darauf vorbereiteten? All diese Fragen waren Bestandteil des Projektes „Auswahlverfahren“ im Rahmen der Lernpartnerschaft mit der Fa. Schaffrathmedien, an dem je zwei SchülerInnen der Jahrgangsstufe 10 am 22. Februar 2018 teilnehmen konnten. Unter der Leitung von Frau Schoofs (Personalabteilung) durchliefen die TeilnehmerInnen, in den Räumen der Fa. Schaffrathmedien, Übungen die für ein Assessement-Center typisch sind.

Der Projekttag begann mit dem Vorstellungsgespräch. Dazu hatte zuvor je ein „Bewerber“ aus jeder Klasse seine vollständigen Bewerbungsunterlagen für seinen Traumberuf eingereicht.

Ob Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung, Beamtin im nicht-technischen Zolldienst, Bankkauffrau, Tiermedizinische Fachangestellte oder Verwaltungsfachangestellter, alle BewerberInnen waren gut über das jeweilige Berufsbild informiert. Sie konnten auf ihre Erfahrungen im Schülerbetriebspraktikum in Klasse 9 zurückgreifen und ihre Motivation gut vermitteln. Die Durchführung dieser fünf Vorstellungsgespräche war zeitintensiv und für die sehr interessierten SchülerInnen ausgesprochen informativ. So wurden wichtige Hinweise bezüglich geeigneter Formulierungen, Tipps zur Vorbereitung auf ein Bewerbungsgespräch und Ausbildungsmöglichkeiten gegeben.

Im nachfolgenden Partnerinterview, bei dem jedem ein klassenfremder Schüler zugeordnet wurde, galt es innerhalb von 15 Minuten, wichtige berufsbezogene Informationen (z.B. Gründe für den Berufswunsch, erforderliche Soft-Skills, berufliche Ziele….) zu erfragen. Im Vordergrund dieser Übung stand die Kommunikationsfähigkeit. Dabei stellten einige Partner sehr schnell gemeinsame Freizeitinteressen wie Schützen und Kampfsportler fest. Während die Neigungen der Jungen überwiegend im Bereich Informatik angesiedelt waren, erwiesen sich die Mädchen in jedem angestrebten Berufsfeld als ausgesprochen zielstrebig. Die abschließenden Präsentationen vollzogen sich in sehr angenehmer Atmosphäre, wobei jeder jedem aufmerksam zuhörte.

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Dieses „Aufwärmprogramm“ war eine gute Voraussetzung für die sich anschließende Gruppendiskussion. Die TeilnehmerInnen sahen sich in der Rolle der Auszubildenden im 1. Ausbildungsjahr wieder. Sie hatten die Aufgabe für die Auszubildenden des 2. Jahres, die soeben ihre Zwischenprüfung erfolgreich abgeschlossen hatten, eine kleine Feier zu organisieren. Dabei mussten u.a. die Örtlichkeiten, das Programm und die Bewirtung im Rahmen des Budgets von 250 € geplant werden. Die Herangehensweise an diesen Arbeitsauftrag wurde zunächst strickt durchorganisiert und ließ vermuten, dass die TeilnehmerInnen schon vor dem gesetzten Zeitrahmen von 25 Minuten mit ihrer Planung fertig würden.

Durch Handzeichen erfolgte zunächst die Aufgabenverteilung, die einzelnen Diskussionspunkte wurden per Abstimmung entschieden, dabei musste der Punkt „Mottofindung“ gleich zweimal überarbeitet werden. Zunächst einigte man sich auf eine Kostümparty, das geht schließlich immer. Auf Nachfrage, wann denn Zwischenprüfungen in der Regel stattfänden, stellte sich heraus, dass kurz zuvor Karneval war. Einerseits ließen sich die Karnevalskostüme wiederverwenden, andererseits sollte die Feier doch etwas festlicher sein, so dass wohl das kleine Schwarze und der Anzug passender wären. Doch ein zweites Motto wurde schnell gefunden: „Die Hälfte ist geschafft!“. Stattfinden sollte das Ereignis in den Räumlichkeiten der Fa. Schaffrath medien. Zum Thema Bewirtung einigte man sich schnell auf Servierplatten mit Fingerfood im Kostenrahmen von ca. 30 €. Unbedingtes Muss war der Schokobrunnen. Als Leihgabe würden keine Kosten entstehen, das eingesparte Geld konnte man dann besser in die Schokolade investieren. Die Diskussion rund ums Essen führte dann schnell zur Anfangszeit. Der Empfang wurde auf 18.30 Uhr terminiert und sollte mit einer Begrüßungsrede beginnen, gefolgt von der Hauptfeier ab 19 Uhr. Angesichts der Tatsache, dass die Auszubildenden im 2. Jahr zwischen 18 und 20 Jahre sind, musste man auf Hochprozentiges verzichten. Somit war klar, dass Bier in einem Fass gekauft werden sollte. Schließlich hat man ja die Brauerei in der Nähe. Dazu noch Cola und Limo, das geht immer. Doch was ist eine Feier ohne Musik? Ein Teilnehmer wollte das erforderliche Equipment zur Verfügung stellen. Eine Tanzfläche wurde auch sehr schnell ausgeguckt. Damit blieb noch die Frage nach der Deko. In jedem Falle sollten es weiße Tischdecken sein, die man anschließend wegwerfen konnte. Das Ganze dann dekoriert mit weißen Vasen und blauen Blumen und abgerundet mit Luftballons. Die Feier sollte dann mit einer Abschlussrede zu einem erfolgreichen Ende gebracht werden. Auch diese Gruppendiskussion verlief in sehr angenehmer Gesprächsatmosphäre, bei der jeder Teilnehmer seine Ideen einbringen konnte.

Abschließend wurde den SchülerInnen die Intention einer solchen Übung erläutert, die in Abhängigkeit der zu besetzenden Position unterschiedliche Persönlichkeitstypen favorisiert.

Der nächste Programmpunkt war die, für ein Assessment-Center typische Postkorbübung. Hier ging es darum, innerhalb von nur 20 Minuten ein strammes Schulwochenprogramm durchzuplanen. Neben den Vorbereitungen auf Deutsch- und Mathearbeiten, Vokabeltests bzw. Überarbeitungen von Biologie-Heftern, mussten die Familienfeier bei Oma und die Geburtstagsfete des besten Freundes berücksichtigt werden. Auch der Sport sollte nicht zu kurz kommen. Dann waren da noch die familiären Verpflichtungen wie Rasenmähen, Autowaschen, auf die Geschwister aufpassen und Besorgungen machen. Da musste jeder Prioritäten setzen.

Die meisten TeilnehmerInnen gehörten zu den Langschläfern, die das Wochenende langsam angehen lassen wollten. In der Folge musste dann so manche Lern-Kompakteinheit am Samstag eingeschoben werden. Auch das abendliche Lernen erfreute sich großer Beliebtheit, wohl in der Hoffnung im Vokabeltest am folgenden Tag vom Kurzzeitgedächtnis profitieren zu können. Die morgendliche Busfahrt eignet sich übrigens hervorragend zum Lesen der Deutschlektüre.

Frühaufsteher hingegen konnten sich die Lerneinheiten in kleine Häppchen aufteilen, wobei auch aktive Lernpausen eingeplant wurden, in denen man den Rasen mähen konnte. Mit der Idee, am Samstagmorgen um 7 Uhr den Rasen zu mähen, wird man sich bestimmt nicht viele Freunde in der Nachbarschaft machen. Doch ob Lerche oder Nachtigall, alle SchülerInnen zeigten bei dieser Übung, dass sie in der Lage waren, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden, Prioritäten zu setzen und waren sich darin einig: Freunde sind wichtiger als Kino oder Training!

Nach dem Motto „Bewegung macht müde“ planten einige TeilnehmerInnen ihre zu betreuenden kleinen Geschwister beim Einkaufen mitzunehmen. In diesen Fällen wird die Quengelzone vor der Kasse sicher zur großen Herausforderung! Andere wiederum griffen zur Universallösung, dem Fernseher, um die Ruhe zu einer weiteren Lerneinheit nutzen zu können.

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Den Abschluss bildete eine Einzelpräsentation. Die SchülerInnen hatten zu diesem Zweck einen Lieblingsgegenstand mitgebracht, der auf einer Messe vorgestellt werden sollte. Es galt einen passenden Werbeslogan und überzeugende Argumente zu finden mit dem mögliche Kunden zum Kauf animiert werden. Neben Halsketten und Uhren, wurden Hufeisen, Handy, Kopfhörer, ein Kartenspiel und ein Seifenspender-to-go angepriesen und mit viel Überzeugungskraft dargeboten.

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In der Feedback-Runde zum Ende dieses Projekttages waren sich alle SchülerInnen einig, dass sie nun wissen, was in einem Bewerbungsverfahren auf sie zukommt, was dort von ihnen erwartet wird und wie sie sich darauf vorbereiten können. Auch wenn einige TeilnehmerInnen nach dem Abschluss an der Realschule An der Fleuth zunächst eine weiterführende Schule besuchen werden, ein Bewerbungsverfahren wird auch auf sie irgendwann einmal zukommen. Insofern war dieser Tat eine gute Übung für den Ernstfall.

Susanne Schmidt

Mädchen können Technik?

Mädchen in Technik ist ein Projektangebot des Berufskollegs Geldern, dass im Rahmen der Initiative Zukunft durch Innovation (zdi) der Hochschule Rhein-Waal das Bewusstsein für MINT-Berufe und Fächer fördert. Wie in jedem Jahr, stellte die Realschule An der Fleuth mit 27 Schülerinnen wieder das Gros der Teilnehmerinnen.

Die Bezeichnung MINT steht für die Begriffe Mathematik, Informatik, Natur- und Ingenieurwissenschaft und Technik, allesamt Berufsbereiche, die einerseits gute Verdienstmöglichkeiten und Aufstiegschancen ermöglichen, andererseits durch Fachkräftemangel gekennzeichnet sind. MINT-Berufe sind auch heute noch eine Männerdomäne.

Am 7. Februar hatten interessierte Mädchen der Realschule An der Fleuth die Möglichkeit einen praxisnahen und handlungsorientierten Einblick in typische MINT-Fächer zu nehmen.

In Kleingruppen aufgeteilt galt es insgesamt 6 Stationen zu durchlaufen. Im Chemieraum wurde, unter Anleitung der Fachkollegen Jens Hasenbein und Dr. Clemens Usadel, ein Lipgloss mit eigener Geschmacks- und Farbnote hergestellt. Die Schülerinnen hatten hier die Qual der Wahl, mussten sie sich doch zwischen Papaya-, Wildkirsch- oder Zitronenaroma und mit oder ohne Pigmentzugabe entscheiden.

Dass Kraft nicht nur etwas für muskelbepackte Männer ist, sondern viel mit Köpfchen zu tun hat, erfuhren die Mädchen bei der Einführung in die Hebelgesetze, deren kraftsparende Wirkung im Physikraum veranschaulicht wurde.

Im Elektrotechnikraum mussten die Teilnehmerinnen nach einer kurzen theoretischen Einführung durch den Kollegen Norbert Peters selbst Hand anlegen und eine Wechselschaltung installieren, wie sie in jedem Haushalt zu finden ist.

Handwerkliches Geschick war in der Metallwerkstatt gefragt, wo ein Schlüsselanhänger angefertigt und abschließend mittels Körner und Hammer mit eigenem Namen versehen wurde.

In der KFZ-Werkstatt vermittelte die Leibold-Tafel zunächst einen Überblick über die Beleuchtung an einem Auto. Dass auch der Beruf des KFZ-Mechatronikers in zunehmendem Maße durch Digitalisierung geprägt ist, erfuhren die Schülerinnen anschließend bei der computergestützten Fehlersuche.

Abgerundet wurde der Projekttag in der Holzwerkstatt. Hier lernten die Teilnehmerinnen zunächst die typischen Werkzeuge kennen, die dann unter Anleitung von Klaus Verhaßelt zur Herstellung eines Handyhalters zur Anwendung kamen. Mit dem Brennpeter konnten die Mädchen abschließend ihrer Kreativität freien Lauf lassen und den Halter mit individuellen Mustern und Namen versehen.

Das die Mädchen „Technik können“, stand für alle Beteiligten nach diesem abwechslungsreichen und interessanten Projekttag fest, der unter Umständen das Berufswahlspektrum erweitert hat.

Zunächst einmal werden die Schülerinnen der Jahrgangsstufe 9 in der Zeit vom 23. April bis zum 9. Mai 2018 die Möglichkeit haben sich mit den beruflichen Anforderungen und ihren eigenen Fähigkeiten, im Rahmen ihres Schülerbetriebspraktikums, auseinanderzusetzen.

Das Angebot in Klasse 10 einen Schnupper-Workshop am Berufskolleg in Geldern zu besuchen rundet dann die Berufsorientierung an der Realschule An der Fleuth ab und ermöglicht eine bewusste Entscheidung zum „Anschluss nach dem Abschluss“.

Susanne Schmidt

Besuch von der IHK

Sonja Münzberger, Koordinatorin der Niederrheinischen IHK für das Projekt Ausbildungsbotschafter / Bildung und Technologie, war am 1. Dezember 2017 im WP-II-Fach „Lebenspraktischer Unterricht“ zu Gast in der Schule.
Gemeinsam mit 3 Auszubildenden der Fa. Herbrand und 2 Auszubildenden der Debeka-Versicherung übernahm sie eine Doppelstunde, in der die Auszubildenden ihre Ausbildungsberufe KFZ-Mechatroniker, Fachkraft für Lagerlogistik, Bürkaufmann/-frau sowie Versicherungskaufmann/-frau vorstellten.
Die 10er-Schülerinnen und Schüler folgten interessiert den Ausführungen. Ihre Fragen hinsichtlich der Voraussetzungen für den Beruf, die Verdienstmöglichkeiten, den Ablauf eines Arbeitstages bzw. die Gliederung der Ausbildung wurden detailliert durch die gut vorbereiteten Auszubildenden beantwortet.
Die für beide Seiten gewinnbringende Zusammenarbeit läuft nun schon im zweiten Jahr zwischen der Niederrheinischen IHK und der Realschule An der Fleuth und wird ihre Fortsetzung am 22.03.2018 im WP-II-Kurs am Teilstandort Westwall erfahren.

Auf der Suche nach dem Traumberuf

Der Abschluss der Realschule ist bereits in greifbare Nähe gerückt und damit auch die Gestaltung der eigenen beruflichen Zukunft. Der Übergang von der Schule zum Beruf ist für die SchülerInnen der Klasse 10 eine wichtige Zeit. Wer die eigenen Interessen und Fähigkeiten richtig einschätzen kann hat gute Aussichten auf einen attraktiven Ausbildungs- und Arbeitsplatz. Eine erste Entscheidungshilfe stellten die in Kooperation mit dem Berufskolleg Geldern angebotenen Schnupper-Workshops für die Jahrgangsstufe 10 der Realschule An der Fleuth dar.

Technisch interessierte SchülerInnen hatten sich zuvor für einen der angebotenen Workshops aus den Bereichen KFZ-, Elektro-, Metall- oder Holztechnik angemeldet.

Unter dem Motto „Werkbank statt Schulbank“, konnten 25 TeilnehmerInnen am 16. November einen ganzen Schultag lang im Rahmen der Initiative „Zukunft durch Innovation“ (ZdI) der Hochschule Rhein-Waal einen handlungsorientierten Einblick in mögliche Berufsfelder nehmen. Was auf einen angehenden KFZ-Mechatroniker zukommt, davon konnten sich die SchülerInnen in der KFZ-Werkstatt ein Bild machen. Reifenwechsel, Prüfung der Bremswirkung oder Fehlerauslese waren nur einige der Themen, die hier praktisch erprobt wurden.

Die angehenden Elektrotechniker erfuhren nach einer kurzen theoretischen Einführung, was bei der Installation einer Wechselschaltung zu beachten ist, um danach selber mit Schraubendreher und Klemmen die Theorie in die Praxis umzusetzen.

Auch im Workshop Metalltechnik stand die Praxis im Vordergrund. Hier galt es Schritt für Schritt einen zweifarbigen Bilderrahmen anzufertigen. Da die TeilnehmerInnen dieser Gruppe sehr motiviert waren und zügig gearbeitet hatten, blieb noch Zeit, einen Schlüsselanhänger herzustellen, der abschließend kreativ graviert wurde. Vermutlich wird sich das ein oder andere hergestellte Werkstück unter dem Weihnachtsbaum wiederfinden.

Doch nicht nur der Werkstoff Metall bietet Möglichkeiten seine Kreativität zu entfalten. In der Holztechnik wurden Frühstücksbrettchen geschliffen, die mit dem Brennpeter eine individuelle Note – sei es eine Widmung oder ein Bildchen – erhielten. Auch hier hatten die SchülerInnen mit viel Spaß emsig gearbeitet, so dass zum Schluss noch Zeit für die Anfertigung eines Teelichthalters blieb.

Am Ende eines kurzweiligen Schultages waren sich alle TeilnehmerInnen einig: Dieser praxisnahe Tag hatte sich gelohnt. Nicht nur, weil sich einige nun keine Gedanken um mögliche Weihnachtsgeschenke mehr machen müssen, sondern weil mancher seinem Traumberuf einen Schritt näher gekommen ist.

 

Susanne Schmidt

Gut bereift für die kalte Jahreszeit

Reifenwechselaktion der Realschule An der Fleuth ein voller Erfolg

SchülerInnen der Jahrgangsstufen 8 und 9 der Realschule An der Fleuth haben durch die Reifenwechselaktion am 11. November im Autohaus Vehreschild in der Zeit von 9 bis 15 Uhr auch in diesem Herbst einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit in der kalten Jahreszeit geleistet.

Bei feucht-kaltem Herbstwetter hatten sich bereist vor Beginn der Aktion zahlreiche Autofahrer eingefunden. Während sich das Catering-Team um Kaffee, Kuchen und belegte Brötchen kümmerte, erfolgte in der Werkstatt die Einweisung der SchülerInnen durch die Mitarbeiter des Vehreschild-Teams.
An 4 Arbeitsbühnen wurden unter sachkundiger Anleitung Reifen ausgewuchtet und gewechselt. Dabei zeigte sich wieder einmal, dass viele SchülerInnen sich auch an einem schulfreien Tag engagieren, gerne tatkräftig mit anpacken, handwerkliches Geschick mitbringen und auch schmutzige Hände nicht scheuen. Während beim Catering oder an der Kasse eher kommunikative Talente gefragt waren. Nachdem die SchülerInnen der Jahrgangsstufe 8 gerade im Verlauf der Potenzialanalyse ihre Stärken und Potentiale kennengelernt haben, bot dieser Tag unter Umständen eine erste Orientierung in Hinblick auf die Berufsfelderkundungstage im April 2018.

Die RSAdF bedankt sich bei den Mitarbeitern des Vehreschild-Teams, die an einem arbeitsfreien Samstag diese Aktion mit viel Engagement und Geduld ermöglicht haben. Der Erlös wir auch dieses Mal der gesamten Schulgemeinschaft zugute kommen und für Neuanschaffungen verwendet werden.

                                                                                                         Susanne Schmidt

Anschluss nach dem Abschluss

Am 9. November hatten SchülerInnen und Eltern die Möglichkeit sich über das Bildungsprogramm der weiterführenden Schulen im Umkreis zu informieren.

Vertreten waren Berufskolleg Geldern, Liebfrauen Berufskolleg, Berufskolleg Technik Moers, Berufskolleg Vera Beckers und erstmalig das Berufskolleg Krefeld-Uerdingen. Den Auftakt bildete eine allgemeine Vorstellung der thematischen Schwerpunkte im Forum. Anschließend erhielten interessierte SchülerInnen und ihre Eltern detaillierte Informationen zu den verschiedenen Bildungsgängen. Einige Berufskollegs hatten auch ehemalige SchülerInnen der Realschule An der Fleuth zu dieser Veranstaltung mitgebracht, die sich den zahlreichen Fragen stellten und aus eigener Erfahrung berichten konnten.

Darüber hinaus werden am 16. November „Schnupper-Workshops“ am Berufskolleg Geldern angeboten. Technisch interessierte SchülerInnen konnten sich zuvor zu den Bereichen Metalltechnik, Elektrotechnik, KFZ-Technik oder Holztechnik anmelden. Dieser Tag wird einen praxisnahen Einblick in einen ausgewählten Fachbereich gewähren und dazu beitragen, den SchülerInnen ein Stück ihrer Unsicherheit bezüglich ihrer berufliche Orientierung zu nehmen.

                                                                                                                     Susanne Schmidt

Die Berufswelt erkunden und erproben

Berufswahlorientierung ist ein sperriger und theoretisch anmutender Begriff, der für eine der wichtigsten Phasen im Leben eines Schülers steht. Schule ist nur eine „befristete“ Stelle. Deshalb sollten spätestens mit dem Abgangszeugnis der Realschule an der Fleuth konkrete Ideen für den beruflichen Werdegang entwickelt werden. Duale Ausbildung? Abitur, danach vielleicht ein Studium? Oder der Besuch des Berufskollegs? Und welche Fachrichtung soll es sein? Da die Chancen auf eine zweite Ausbildung oder ein späteres Studium gering sind, kommt den zeitigen Vorüberlegungen eine besondere Bedeutung zu. Unter diesem Aspekt hat das Projekt der Landesregierung in NRW „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) einen besonderen Stellenwert.

Erstmalig wurden an der Realschule An der Fleuth in der Zeit vom 26. bis 29. April  Berufsfelderkundungstage (BFE) durchgeführt. An drei Tagen hatten SchülerInnen der Klasse 8 die Möglichkeit, in verschiedenen Berufsfeldern einen handlungsorientierten Einblick zu nehmen. Erste Orientierung gaben dabei die Auswertungsergebnisse der Potentialanalyse aus dem ersten Halbjahr der Klasse 8.

Die erforderlichen Plätze konnten über das match-PLUS Buchungsportal oder selbstständig gesucht werden. Diese Form der Eigeninitiative war bereits ein gutes Training für die Suche nach einem Praktikumsplatz in Klasse 9. Die BFE-Tage wurden im Fach Politik vorbereitet und anschließend ausgewertet.

Bereits einen Schritt weiter in ihrer Berufswahlfindung, waren die SchülerInnen der Klasse 9,

die in der Zeit vom 8. bis 24. Mai ihr Schülerbetriebspraktikum (SBP) absolvierten.

Intensiv vorbereitet wurde das SBP (Bewerbungsanschreiben und Lebenslauf nach DIN Norm 5008 – auch im Fach Deutsch -, Soft-Skills, Verhalten im Betrieb…) wiederum im Politikunterricht.

Die praxisorientierte Möglichkeit der Auseinandersetzung mit den Anforderungen der Berufswelt sollte dabei helfen, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen und mit dem ausgesuchten „Traumberuf“ abzugleichen.

Die gewonnenen Einblicke in die verschiedenen Berufe wurden im Rahmen einer kleinen Ausstellung zusammengestellt. Die angefertigten Plakate sollen den diesjährigen Achtklässlern einen Hinweis auf die Wahl eines geeigneten Praktikumsberufes geben.

Während viele SchülerInnen ihre Erwartungen an das Berufsbild bestätigt fanden, müssen sich andere neu orientieren. Dabei werden sie durch die vielfältigen und individuellen Angebote zur Berufswahlorientierung der Realschule An der Fleuth und eine zusätzliche Beratung durch die Berufsberatung der Arbeitsagentur unterstützt.

Ein erstes Fazit der bisherigen Berufswahlorientierung und der Entwicklung einer konkreten Perspektive im Übergang zwischen Schule und Ausbildung bzw. Berufskolleg, wird zum Ende des Schuljahres während der Projektwoche im Rahmen eines individuellen Beratungsgespräches durch die Berufswahlkoordinatorinnen erfolgen. Das Ergebnis wird in der sogenannten Anschlussvereinbarung festgehalten und kann in Klasse 10 zu weiteren Beratungen genutzt werden.

 

Susanne Schmidt

Einkaufen mit „Rechtsdrall“- Aufbau und Marketingstrategien in einem Supermarkt

Einkaufen mit „Rechtsdrall“ – Aufbau und Marketingstrategien in einem Supermarkt

Im Rahmen der Kaufland-Schulpartnerschaft erhielten 19 SchülerInnen aus der Jahrgangsstufe 8 der Realschule An der Fleuth am 11. Mai 2017 die Möglichkeit zu einer praxisnahen Betriebserkundung.

In Kleingruppen aufgeteilt galt es, eine Erkundungs-Ralley durch die Kaufland-Filiale Geldern zu absolvieren.

Wie ist ein Supermarkt aufgebaut? An welchen Warengruppen kommt der Kunde auf seinem Weg durch den Markt vorbei? Welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang der natürliche Rechtsdrall eines Menschen? Wie sind die verschiedenen Produktgruppen gekennzeichnet…? Auf all diese Fragen fanden die SchülerInnnen an diesem kurzweiligen Nachmittag eine Antwort.

Vor dem Hintergrund der kürzlich durchgeführten Berufsfelderkundungen werden zukünftig die vielfältigen Aufgaben und Tätigkeiten im Einzelhandel einen weiteren Schwerpunkt bilden.

Die Realschule An der Fleuth bedankt sich für den freundlichen Empfang und den konstruktiven Austausch, der sicherlich in Zukunft zu passgenauen Projekten führen wird.

Susanne Schmidt

Der Frühling kann kommen – Reifenwechselaktion der RSAdF

Der Frühling kann kommen – Reifenwechselaktion der RSAdF

Die frühlingshaften Temperaturen lassen es bereits erahnen, der Winter ist vorüber und damit auch höchste Zeit, das Auto auf die Sommerreifen umzurüsten.

Am Samstag, den 29. April 2017 ist es wieder soweit: Die Realschule An der Fleuth bietet Ihnen die Möglichkeit, im Rahmen der Reifenwechselaktion im Autohaus Dieter Vehreschild (Liebigstr. 3 in Geldern) in der Zeit von 9 bis 15 Uhr ihr Auto auf den Frühling einzustimmen.
Im Rahmen ihrer Berufsfelderkundung werden SchülerInnen der Jahrgangsstufe 8, unter fachkundiger Leitung des Werkstatt-Teams, Reifen auswuchten und montieren. Ein Rundum-Service zu sehr günstigem Preis:

Einfacher Reifenwechsel 12,50 €
Auswuchten auf Stahlfelgen 12,50 €
Auswuchten auf Alufelgen 20,00 €

Die Wartezeit wird Ihnen mit selbst gebackenem Kuchen, belegten Brötchen und frischem Kaffee verkürzt.

Für die SchülerInnen ist dies eine gute Möglichkeit, Einblicke in den Aufgabenbereich eines KFZ-Mechatronikers zu gewinnen und erste Erfahrungen durch praktische Tätigkeiten zu machen. Sich abwechselnde Schülerwerkstattteams werden an den Arbeitsbühnen ebenso arbeiten, wie im Kassenbereich oder beim Catering.
Die Eindrücke, die an diesem Tag gewonnen werden, können unter Umständen bereits ein wichtiger Schritt in Richtung Schülerbetriebspraktikum in Klasse 9 sein.

Die Mitarbeiter des Vehreschild-Teams werden wiederum ihren arbeitsfreien Samstag in den Dienst dieser guten Sache stellen und dazu beitragen, dass der gesamte Erlös aus der Reifenwechselaktion der Schulgemeinschaft zugute kommen wird.
Das Organisationsteam der RSAdF freut sich auf Ihren Besuch und bedankt sich schon heute für das Engagement des Teams um Dieter Vehreschild.

Susanne Schmidt